Frankfurt am Main

Gemeinde-App gestartet

Termine, Konzerte, Veranstaltungen – alles auf dem Smartphone Foto: picture alliance / imageBROKER

Mit einer App will die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main ab sofort ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten. Die neue Anwendung informiert über die Gemeinde, Termine und Veranstaltungen und hat einen internen Bereich, der Mitgliedern helfen und sie vernetzen soll. Das Format sei bundesweit bisher einmalig, sagte der Gemeindedezernent für Digitalisierung, Benjamin Graumann, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Am Sonntag ging die Anwendung offiziell an den Start.

Graumann betonte mit Blick auf grassierenden Antisemitismus, dass die App auch bei einem möglichen Sicherheitsproblem Gemeindemitglieder über eine Pushnachricht warnen - und wieder Entwarnung geben könnte. Mit der App wollen die Frankfurter laut Graumann auch Vorreiter und Ratgeber für andere jüdische Gemeinden auf dem Digitalisierungsweg sein: »Viele blicken sehr gespannt darauf. Ich bin zuversichtlich, dass es Nachahmer geben wird.«

Die Frankfurter Gemeinde gehört mit knapp 7.000 Mitgliedern zu den vier größten jüdischen Gemeinden in Deutschland. Die Gemeinden unter dem Dach des Zentralrats der Juden in Deutschland haben nach offiziellen Angaben rund 95.000 Mitglieder. Seit drei Jahren sei an der neuen App gearbeitet worden, so Graumann. Man habe sich auch kirchliche Apps angeschaut, um sich Impulse zu holen. Eine aktive Zusammenarbeit habe es aber nicht gegeben. kna

Ignatz-Bubis-Preis

»Den Menschen und dem Leben zugewandt«

Salomon Korn hat die Auszeichnung der Stadt Frankfurt am Main erhalten. Wir dokumentieren hier die Laudatio seines langjährigen Weggefährten Dieter Graumann

von Dieter Graumann  13.01.2026

ZWST

»Wir müssen wütender werden«

Ricarda Theiss, Leiterin des Fachbereichs Frauen, über die Praxis Sozialer Arbeit, Alltagserleben und patriarchalische Machtverhältnisse

von Katrin Richter  13.01.2026

Erinnerungskultur

Bund fördert Projekte zu NS-Zeit und deutscher Teilung

Der Bund fördert in den kommenden Jahren neue Projekte in Gedenkstätten

 13.01.2026

Auszeichnung

Vier Deutsche mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr werden vier Personen und eine Initiative geehrt

 13.01.2026

Bergen-Belsen

Bahn-Neubau: KZ-Gedenkstätte mahnt Abstand zu Gedenkort an

Die Bahn will voraussichtlich mit einem Neubau die Strecke zwischen Hamburg und Hannover ertüchtigen. An den Plänen gibt es auch Kritik. Die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen sieht einen historischen Erinnerungsort in Gefahr

von Karen Miether  13.01.2026

Berlin

Wedl-Wilson: Kampf gegen Antisemitismus dauert lange

Ein Untersuchungsausschuss zur Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismusprojekte unter Wedl-Wilsons Vorgänger, Joe Chialo, wurde eingesetzt

 13.01.2026

Gespräch

Der Stoff, aus dem die Albträume sind

Die Schriftstellerin Zeruya Shalev und ihre Übersetzerin Anne Birkenhauer diskutierten aus aktuellem Anlass über den Roman »Schicksal«

von Helen Richter  12.01.2026

Berlin

Erste Schule wird nach Margot Friedländer benannt

Ein Gymnasium in Berlin-Spandau wird künftig den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen

 12.01.2026

Soziale Medien

Zeit zum Ausloggen

Australien hat es vorgemacht und ein Gesetz verabschiedet, wonach Jugendliche unter 16 Jahren kein eigenes Konto mehr auf Plattformen wie Instagram oder TikTok haben dürfen. Wir haben uns bei jüdischen Teenagern und Eltern umgehört, wie sie darüber denken

von Katrin Richter, Christine Schmitt  11.01.2026