Düsseldorf

Fundament jüdischer Tradition

Bei den Feierlichkeiten in Düsseldorf Foto: Jochen Linz

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf hat am Sonntag eine neue Torarolle eingebracht. Mehrere Monate hat ein Sofer benötigt, die fünf Bücher Mose auf Pergament niederzuschreiben.

»Das ist eine große Aufgabe, denn es gibt strenge Vorschriften«, erklärte Verwaltungsdirektor Michael N. Szentei-Heise. »Eine Torarolle für den Gottesdienstgebrauch wird grundsätzlich per Hand geschrieben. Sie besteht immer aus genau 304.805 Buchstaben, nicht mehr und nicht weniger, und darf keinen Fehler enthalten«, so Szentei-Heise weiter. Sonst sei die Rolle unbrauchbar und müsse neu geschrieben werden.

existenz »Die Tora ist das Fundament unserer Existenz, weshalb eine neue Torarolle für eine Gemeinde und die Synagoge etwas ganz Besonderes ist«, betont der Verwaltungsdirektor.

Die neue Torarolle wurde der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf von einem Privatmann gespendet. ja

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026

Gemeinde

Man kennt sich hier

Die Synagoge Possartstraße bewahrt Traditionen – und richtet sich neu aus

von Esther Martel  04.04.2026

Besuch

»Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs«

Daniel Hagari, ehemaliger Sprecher der israelischen Verteidigungsarmee, war in der Jüdischen Gemeinde München zu Gast

von Esther Martel  04.04.2026