Potsdam

Film ab!

Am Sonntag wurde das 23. Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB) mit einer Gala im Potsdamer Hans-Otto-Theater eröffnet. Es war ein emotionaler Auftakt: mit der ersten von insgesamt drei Preisverleihungen, leidenschaftlichen Reden, nachdenklichen Grußworten und einem Wiedersehen mit dem rumänisch-französischen Regisseur Radu Mihaileanu, dessen Film Die Geschichte der Liebe das diesjährige Filmfestival mit einer Deutschlandpremiere eröffnete.

Das Festival sei ein »Juwel der hiesigen Kulturlandschaft« und habe sich zum bedeutendsten Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland entwickelt, sagte der Schirmherr des Festivals, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

dialog Das Filmfest biete tiefe Einblicke in den Facettenreichtum jüdischen Lebens in unterschiedlichen Weltgegenden, betonte Woidke. Die Filme seien zugleich ein Beitrag zum interkulturellen und interreligiösen Dialog, »um Fremdenhass und Antisemitismus den gefährlichen Nährboden zu entziehen«.

Umso wichtiger seien jüdische Filmfestivals, betonte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, in seinem Grußwort. »Sie brauchen unsere Unterstützung.« Denn: »Wenn wir wirksam und nachhaltig den Antisemitismus in allen Facetten bekämpfen wollen, und dazu gehört inzwischen in immer größerem Ausmaß der Israel-bezogene Antisemitismus, dann müssen wir auch die Herzen gewinnen. Und das gelingt über Bilder, über Filme«, sagte Schuster. Der Zentralratspräsident appellierte daher auch an den Bund, seine Verantwortung auf diesem Gebiet weiterhin wahrzunehmen.

Unter dem Motto »Nicht ganz koscher« präsentiert das JFBB bis zum 11. Juli an insgesamt 14 Spielstätten in Berlin und Potsdam 44 Dokumentar-, Kurz- und Spielfilme aus zehn Ländern, darunter Ungarn, Israel, Hongkong und Australien.

Lesen Sie mehr dazu in unserer nächsten Printausgabe.

Programm unter www.jfbb.de

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