EMG 2015

Der Countdown läuft

Tischtennis »Nachdem ich letzte Woche vor allem an meinen Aufschlag-Abschlag-Problemen gefeilt habe, musste ich mir jetzt etwas gönnen«, erzählt Alexander Iskin. Der Tischtennisspieler, der für das deutsche Team bei den EMG antritt, hat sich neue Schuhe und neue Beläge für seine Schläger zugelegt. »Die Beläge wechsle ich in der Regel alle drei Monate«, sagt der 25-Jährige. »Sie spielen sich ab.« Profis, die täglich intensiv trainieren, wechseln die Beläge ihrer Schläger sogar wöchentlich. Iskin trainiert derzeit dreimal pro Woche. Alles verlaufe nach Plan, sagt er. »Nein, ich bin nicht aufgeregt, freue mich aber riesig auf die Spiele.« Die letzten zwei Wochen vor EMG-Beginn legt Iskin noch einen Zahn zu. »Ich treffe mich nun zusätzlich mit einem persönlichen Trainer, um gezielt meine Schwächen auszubügeln«, sagt er.

golf Auch Golfer Ariel Abaew hat seit Kurzem einen persönlichen Trainer. »Die letzte Stunde war intensiv«, sagt er. Gerade übe er Annäherungsschläge, also Schläge aus mittlerer und kurzer Distanz. »Das Ziel ist es, danach auf dem Grün nur noch einzuputten«, sagt er. Abaew hat auch ein Spiel mit einem Freund hinter sich, der ein sehr gutes Handicap hat. »Das war lehrreich.« Der 44-jährige Berliner nimmt jede Gelegenheit wahr, den Platz des Golfklubs Stolper Heide besser kennenzulernen, wo die Golfturniere während der EMG ausgetragen werden. »Vor dem Turnier will ich den Platz unbedingt mit meinem Caddie besuchen – das mussten wir bisher verschieben«, sagt er. Der Caddie trägt dem Spieler nicht nur die Golfausrüstung, sondern analysiert auch den Platz und gibt strategische Tipps.

dressurreiten Mirjam Rosenstein und ihr Turnierpferd Durengo haben es in der letzten Woche nur einmal geschafft zu trainieren. »Es lief nicht so gut« sagt sie. »Ich war nicht fit und Durengo nicht willig.« Noch aber sind es zwei Wochen bis Turnierbeginn – genug Zeit, um Probleme auszugleichen und sich aufeinander einzustellen. »Ich werde versuchen, Durengo so oft wie möglich zu reiten«, sagt Rosenstein entschlossen. Immerhin sind die Temperaturen abgekühlt. Der Vorteil: Rosenstein kann sich auch ohne Pferd vorbereiten. »Ich lerne die Formen und Formationen auswendig, die es zu reiten gilt«, sagt sie. Denn beim Dressurreiten helfe es, bestimmte Bewegungsabläufe auswendig zu können – ähnlich wie beim Tanzen, erklärt die Dressurreiterin. Sie sei »optimistisch gestimmt«.

fechten Für Säbelfechter Ruslan Satschkow läuft das Training planmäßig. »Ich komme gerade aus Rostock zurück«, sagt er. »Dort wurde ich ordentlich gefordert.« Der 28-Jährige lebt in Berlin, fährt jedoch regelmäßig in seine Heimatstadt, um mit seinen Teamkollegen von TuS Makkabi Rostock zu trainieren. »Ich feile weiter an der Koordinierung und den Bewegungsabläufen«, erklärt er. Nervosität vor dem Turnier? Die komme bestimmt noch. Aber erst einmal konzentriere er sich weiter auf die Vorbereitung. »Da bleibt wenig Zeit, mich verrückt zu machen.« Die Vorfreude hingegen nehme täglich zu. »Ich bin seit acht Jahren bei Makkabi aktiv und freue mich darauf, alte Freunde und Bekannte wiederzusehen – aber auch auf neue Gesichter«, beschreibt der Fechter seine Gefühle.

Geburtstag

Holocaust-Überlebender Abba Naor wird 98

Der Zeitzeuge, dessen Mutter und Bruder in Auschwitz ermordet wurden, kämpfte in Israels Unabhängigkeitskrieg und war später Mossad-Agent

 20.03.2026

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

 19.03.2026

Musik

»Die Verbundenheit zwischen Juden und Iranern zeigen«

Alexey Kochetkov und Kioomars Musayyebi haben ein Konzert mit jüdischer-persischer Musik gegeben. Ein Gespräch über Santur-Klänge, Politik und eine besondere Freundschaft

von Katrin Richter  19.03.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Angriffe

Schmierereien und Drohungen: Antisemitismus an NS-Gedenkstätten nimmt zu

Lehrer hätten bereits Führungen abgesagt, aus Angst, dass Schüler das Programm boykottieren

von Leticia Witte  18.03.2026

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026