Auszeichnungen

Bundesverdienstkreuz für Hilde Schramm

Hilde Schramm im Januar 2019 Foto: picture alliance/AP Photo

Die Erziehungswissenschaftlerin und ehemalige Berliner Parlamentsvizepräsidentin Hilde Schramm bekommt das Bundesverdienstkreuz. Die Auszeichnung des Bundespräsidenten wird der 87-jährigen früheren Politikerin der Alternativen Liste (AL) am Montag von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im Roten Rathaus überreicht, teilte die Senatskanzlei am Mittwoch in Berlin mit. Für die Vorgängerpartei der Grünen in West-Berlin saß Schramm von 1985 bis 1987 und von 1989 bis 1991 im Berliner Abgeordnetenhaus.

Schramms Devise sei, Probleme zu lösen und sie nicht nur zu benennen, erklärte Wegner. Themen ihres zivilgesellschaftlichen Engagements seien bis heute »menschliche Notlagen und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit«.

Stiftung »Zurückgeben« Die Tochter des NS-Architekten und Rüstungsministers Albert Speer hatte 1994 die Stiftung »Zurückgeben« gegründet, die aus Geldern sogenannten arisierten Eigentums jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen fördert. Später sammelte sie gemeinsam mit einer Initiative für vergessene NS-Opfer Geld für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene. 2015 nahm Schramm zwei Menschen aus Syrien und Afghanistan in ihrem Haus auf.

Sie habe das Leben unzähliger Menschen, ganz besonders auch von Frauen, nachhaltig und positiv beeinflusst, sagte Berlins Regierender
Bürgermeister: »Hilde Schramm ist ein Vorbild für uns alle, wir danken ihr mit der hohen Auszeichnung für ihr großes Engagement für unsere Gesellschaft.« Für ihr Engagement wurde sie 2004 mit dem Moses-Mendelssohn-Preis und 2019 mit dem Obermayer German Jewish History Award geehrt. epd

Wuppertal

Am helllichten Tag

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge geht das Gemeindeleben in der nordrhein-westfälischen Stadt weiter. Aber was bedeutet diese Normalität?

von Helmut Kuhn  01.10.2026

Rostock

Zunehmend sprachlos

Die Gemeinde hatte Schlimmeres befürchtet, doch Sorgen bleiben auch nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

 01.10.2026

Wiedervereinigung

Zeit der Blüte

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für jüdische Gemeinden in Ost und West war dies ein neuer Anfang, für manche auch die Rettung. Drei Gemeindemitglieder erzählen, wie sie diese Zeit erlebten

von Christine Schmitt  01.10.2026

Deutschland

Holocaust-Überlebende: Regierung der Linkspartei in Berlin wäre eine Katastrophe

»Hier muss die Politik gründlich aufpassen, dass das nicht passiert«, sagt Charlotte Knobloch bei »Maischberger«

 01.10.2026

Wahl

»Der Schock sitzt tief«

Jüdinnen und Juden blicken mit großer Skepsis auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Linken. Sie fordern klare Zusagen zum Kampf gegen Antisemitismus

von Christine Schmitt  30.09.2026

Rathaus Neukölln

Berlin

Hillel zieht seine Chanukkia aus dem Rathaus Neukölln ab

Der jüdische Bildungsverein will seine Chanukka-Feier künftig an einem »neutralen Ort« abhalten. Für den scheidenden Bürgermeister Martin Hikel ist die Entscheidung ein Schock

 01.10.2026 Aktualisiert

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 8. Oktober

 30.09.2026

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026