Oldenburg

Brandanschlag auf Synagoge: Polizei will Größe des Täters bestimmen

Die Synagoge an der Leo-Trepp-Straße in Oldenburg. Der Brandleck an der Tür ist erkennbar. Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg setzen die Ermittler auf moderne Kriminaltechnik, um den Täter zu finden. Am Donnerstag sei der Tatort an der Synagoge in der Leo-Trepp-Straße durch Spezialisten des Landeskriminalamtes erneut vermessen worden, teilte die Polizei mit. Das lasse Rückschlüsse auf die Größe des Täters zu. Die Ermittler könnten somit den Kreis der Tatverdächtigen weiter eingrenzen. Bisher veröffentlichte Fotos hätten noch nicht zu einer Identifizierung des Täters geführt.

Am 5. April hatte den Angaben zufolge in den Mittagsstunden ein bislang unbekannter Täter einen Brandsatz auf die Synagoge geworfen.

Ein Hausmeister-Team eines benachbarten Kulturzentrums entdeckte den Brand und konnte das Feuer schnell löschen, so dass kein weiterer Schaden am Gebäude entstand. Lediglich die Tür wurde beschädigt. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Polizei hatte Anfang Mai ein Foto eines tatverdächtigen Mannes mit Jeans und dunkler Kapuzenjacke veröffentlicht. Das Foto stammt von einer Überwachungskamera eines Zuges. epd 

Ferien

Unsere kleine Stadt

Mehrere Wochen trafen sich deutsche, ukrainische und israelische Jugendliche in Brandenburg zu einem Sommercamp der Initiative »J-ArtEck«. Zum Abschluss inszenierten sie eine Oper von Paul Hindemith

von Leon Stork  23.08.2026

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

von Sacha Stawski  23.08.2026

Porträt der Woche

Mein Traum von Frieden

Yuval Halpern ist Sänger der iranisch-israelischen Band Sistanagila

von Alicia Rust  23.08.2026

Jüdisches Erbe

Leipziger Stadtrundgang zu jüdischer Musik

Mit dem »Notenbogen« erhält Leipzig einen weiteren musikhistorischen Stadtrundgang. Der Fokus soll dabei auf den Spuren »jüdischer Musik« liegen

von Joris Ufer  23.08.2026

Deutschland

Weil er sich israelsolidarisch äußerte: Mann wird mit Cuttermesser an Berliner U-Bahnhof angegriffen

Die Hintergründe

 22.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Benjamin Graumann Jüdische Gemeinde Frankfurt

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Vorschau

Widderhorn im Dom und ein Hauch von »Yiddish Summer« - Festival »Shalom-Musik.Koeln«

Begegnungen, Neugier und Zuhören fördern - das wollen die Macher des Festivals »Shalom-Musik.Koeln«. Und reichlich Musik und Gesang auf die Bühne bringen. Der Verein hinter dem Festival bekommt dafür jetzt einen Preis

von Leticia Witte  20.08.2026