Oldenburg

Brandanschlag auf Synagoge: Polizei will Größe des Täters bestimmen

Die Synagoge an der Leo-Trepp-Straße in Oldenburg. Der Brandleck an der Tür ist erkennbar. Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg setzen die Ermittler auf moderne Kriminaltechnik, um den Täter zu finden. Am Donnerstag sei der Tatort an der Synagoge in der Leo-Trepp-Straße durch Spezialisten des Landeskriminalamtes erneut vermessen worden, teilte die Polizei mit. Das lasse Rückschlüsse auf die Größe des Täters zu. Die Ermittler könnten somit den Kreis der Tatverdächtigen weiter eingrenzen. Bisher veröffentlichte Fotos hätten noch nicht zu einer Identifizierung des Täters geführt.

Am 5. April hatte den Angaben zufolge in den Mittagsstunden ein bislang unbekannter Täter einen Brandsatz auf die Synagoge geworfen.

Ein Hausmeister-Team eines benachbarten Kulturzentrums entdeckte den Brand und konnte das Feuer schnell löschen, so dass kein weiterer Schaden am Gebäude entstand. Lediglich die Tür wurde beschädigt. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Polizei hatte Anfang Mai ein Foto eines tatverdächtigen Mannes mit Jeans und dunkler Kapuzenjacke veröffentlicht. Das Foto stammt von einer Überwachungskamera eines Zuges. epd 

TV-Tipp

»Robert Lembke - Wer bin ich?« -Doku-Drama über die TV-Legende

»Robert Lembke - Wer bin ich« ist ein kluger Film über Verdrängung, Volksbildung und das Schweigen einer TV-Legende über die eigene Vergangenheit

von Jan Lehr  02.06.2026

Programm

Klang, Gang und Streisand: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 3. Juni bis zum 10. Juni

 02.06.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Gemeinde zeichnet Jugendengagement mit Beni-Bloch-Preis aus

»Wir ehren unser langjähriges Vorstandsmitglied Benjamin Bloch sel.A. und erinnern damit an seinen Einsatz für die jüdische Gemeinschaft«, sagt der Vorstandvorsitzende der Gemeinde, Benjamin Graumann

 01.06.2026

Kommentar

Tote Juden stören nicht

Unsere Erinnerungskultur liebt Stolpersteine, aber stolpert nicht über den Antisemitismus vor der eigenen Haustür. Wie der Kampf gegen Judenhass am Nekrosemitismus scheitert

von Nelly Eliasberg  31.05.2026

Bonn

»Es ist ein Bruch eingetreten.«

Rabbiner Andreas Nachama betonte, dass Jüdinnen und Juden immer weiter in eine »Defensivposition« gebracht würden. Eine Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lotete aus, wie es anders gehen könnte

von Leticia Witte  31.05.2026

Geburtstag

Mit exaktem Blick – Dagmar Nick zum 100. Geburtstag

Die Lyrikerin feierte in München mit einer Lesung ihren Jahrhundert-Geburtstag

von Michael Schleicher  30.05.2026

Zeitreise

Historische Frankfurter Judengasse wird virtuell erlebbar

In den Alltag von Jüdinnen und Juden im Jahr 1864 in Frankfurt am Main eintauchen, sich als Passant in der historischen Judengasse bewegen und mit Bewohnern sprechen: Das Jüdische Museum Frankfurt hat eine internetbasierte Zeitmaschine entwickelt

von Jens Bayer-Grimm  29.05.2026

Gedenken

Charlotten Knobloch: Holocaust-Bildungsstätte ist »nötiges Gegengewicht«

Die Gedenkstätte Yad Vashem errichtet ein Bildungszentrum in München. Für eine wichtige Persönlichkeit jüdischen Lebens in Deutschlands ist das eine notwendige Maßnahme

von Michael Donhauser  02.06.2026 Aktualisiert

Nordhausen

Ausstellung zeigt Lebensgeschichten von jüdischen Kindern

Im April 1945 befreite die Rote Armee bei Tröbitz 2.300 Häftlinge aus einem abgestellten Zug des »Verlorenen Transports«. Eine Ausstellung dokumentiert mit Fotos das Schicksal von acht überlebenden Kindern

 27.05.2026