Berlin

Aus Respekt

Ausstellungstätte Gropius-Bau Foto: jirka-jansch.com

Berlin

Aus Respekt

Martin-Gropius-Bau zeigt Film nicht mehr

 01.11.2011 17:43 Uhr

Die Museumsleitung des Berliner Martin-Gropius-Baus hat einen Kurzfilm des polnischen Künstlers Artur Zmijewski (45) aus seiner Ausstellung »Tür an Tür: Polen – Deutschland« entfernt. Während der Präsentation war ein eine Minute und 32 Sekunden langer Film gezeigt worden, in dem tanzende nackte Männer und Frauen eine Therapiesituation von Traumatisierten in einem Keller und in der Gaskammer eines ehemaligen Nazi-Vernichtungslagers nachspielen.

»Aus Respekt vor den Opfern der Konzentrationslager und deren Nachfahren haben das Königsschloss Warschau, unser Partner, und der Martin-Gropius-Bau sich entschieden, das Werk nicht zu zeigen«, sagte der Direktor des Gropius-Baus, Museumsdirektor Gereon Sievernich, der Nachrichtenagentur dpa.

Widerspruch Der Film sei auf Intervention des Direktors des Centrum Judaicum, Hermann Simon, erfolgt, meldete daraufhin die Berliner Tageszeitung taz. Simon widerspricht der taz-Darstellung. »Ich bin nicht der Mann, der zur Zensur aufruft«, sagte er der Jüdischen Allgemeinen.

Allerdings habe er schriftlich dem Museum seine Meinung kundgetan. »Ich bin nicht der, der über Kunst zu urteilen hat, als Zuschauer empfinde ich einen derartigen Film in Deutschland, dem ›Land der Vergasungseinrichtungen‹, als abstoßend.« ja

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

WM 2026

Tooooooooooooooooor!

Zwischen Training, Turnieren und Stadionbesuchen: Jüdinnen und Juden berichten, warum Fußball für sie mehr ist als das runde Leder

von Christine Schmitt  12.06.2026

Jewrovision

»Wir glauben an uns«

Die Jugendlichen von Neschama performten einen eindrucksvollen Act und räumten den begehrten Videopreis ab

von Luis Gruhler  11.06.2026

Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

Die Organisation jüdischer Juristen ist eines von 25 Projekten, die vom Verein »startsocial« für ihr Engagement gewürdigt wurden. Gastgeber der Ehrenveranstaltung war Bundeskanzler Friedrich Merz

 11.06.2026

Kulturfest

Jüdische Woche in Leipzig

70 Leipziger Institutionen und Vereine gestalten ein Programm zu jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Erwartet werden internationale Gäste

 11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026