Jerusalem

Weniger beten

Foto: JA

Kürzere Gebetszeiten sollen jüdische Gläubige vor einer Infektion mit Covid-19 schützen. Die internationale jüdische Bildungsorganisation »Ohr Torah Stone« (OTS) hat daher vor Rosch Haschana inhaltlich gekürzte Machsorim für die Hohen Feiertage herausgegeben. Damit wolle man sowohl den gesundheitlichen wie den religionsrechtlichen Anforderungen gerecht werden, heißt es auf der OTS-Internetseite.

SICHERHEIT Das jüdische Religionsrecht verpflichte dazu, die Gebetszeiten zu verändern, um der Sicherheit und Gesundheit den Vorzug zu geben, ohne dabei die religionsrechtlichen, spirituellen und liturgischen Schwerpunkte der Gebete aus dem Auge zu verlieren, so OTS weiter.

Das gekürzte Gebetbuch, das im Internet heruntergeladen werden kann, umfasst demnach die verpflichtenden Gebete. Der Einzelne ist angehalten, die anderen Gebete privat zu rezitieren. Gemeinden werden ferner aufgerufen, das für Rosch Haschana und Jom Kippur verpflichtende Blasen des Schofars in Abstimmung mit Experten vorzunehmen, um die bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten. kna

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