Bildung

Universitäten Frankfurt und Tel Aviv forschen gemeinsam über Religion

Professor Christian Wiese Foto: Uwe Dettmar

Die Goethe-Universität Frankfurt am Main und die israelische Universität von Tel Aviv beginnen eine gemeinsame interdisziplinäre Religionsforschung. Zum Start der Eröffnungstagung am Montag in Frankfurt werden die Hochschulpräsidenten die entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen, wie der Initiator, der Frankfurter Professor Christian Wiese, am Donnerstag sagte.

Das Zentrum für das Studium von Religionen und interreligiösen Dynamiken mit Sitz in Frankfurt solle nach einer Bewertung im Jahr 2025 eine Rechtsgestalt als deutsch-israelische Institution erhalten.

Vorläufig stellten die beiden Hochschulen dem neuen Zentrum ein jährliches Budget für gemeinsame Aktivitäten in Höhe von 70.000 Euro zur Verfügung.

Das »Frankfurt-Tel Aviv Center for the Study of Religious and Interreligious Dynamics« strebt laut Wiese, der die Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie innehat, die Vernetzung der Forschung durch regelmäßige gemeinsame Konferenzen an sowie gemeinsame Strukturen in der Lehre und einen Austausch von Studierenden und Lehrenden.

Auf der Agenda stünden auch die Nachwuchsförderung und das Einwerben von Fördergeld. Die gemeinsame Arbeit ziele auf die Entwicklung einer neuen Methodik zur Erforschung der Beziehungen und Konflikte zwischen den drei monotheistischen Religionen. Leiter des Zentrums sind Wiese und der Direktor des Tel Aviver Zentrums für religiöse und interreligiöse Studien, Menachem Fisch. epd

Video

Pessach verstehen: Bedeutung, Bräuche und Traditionen

Rabbiner Dovid Gernetz erläutert die religiöse und historische Bedeutung von Pessach

von Jan Feldmann  01.04.2026

Chol HaMoed

Warum der Esel?

Das Grautier steht in der biblischen Geschichte für die Kraft, die den Menschen an seine niederen körperlichen Bedürfnisse bindet

von Vyacheslav Dobrovych  01.04.2026

Schemini

Fremdes Feuer

Wer mehr tut als geboten, läuft Gefahr, dass Frömmigkeit zur Selbstdarstellung wird

von Rabbiner Bryan Weisz  01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026

Mascha Malburg

Jerusalem ist allen heilig

Regelmäßig knirscht es vor Ostern zwischen Christen und den israelischen Behörden. Unsere Redakteurin wünscht sich nach dem neuesten Vorfall an der Grabeskirche mehr gegenseitiges Verständnis

von Mascha Malburg  31.03.2026

Psychologie

Mizrajim ist wie die Enge in der Brust

Aus chassidischer Sicht geht es an Pessach nicht darum, der Bitterkeit schnellstmöglich zu entfliehen. Wir müssen sie durchleben

von Rabbiner David Kraus  31.03.2026

Exodus

Türen öffnen, Freiheiten erobern

Der Auszug aus Ägypten ist ein Appell, den Mut zu haben, uns der Welt zuzuwenden – auch wenn sie noch so bedrohlich erscheint

von Shoshana Ruerup  31.03.2026

Essay

Das fünfte Glas

Beim Seder füllen wir voller Hoffnung einen Becher Wein für Elijahu – doch er bleibt unberührt. Es ist eine Geduldsprobe, ein ritualisiertes Sehnen. Wir wissen: Seine Zeit wird kommen

von Rabbiner Noam Hertig  31.03.2026

Talmudisches

Der jüdische Sindbad

Wenn Wale zu Inseln werden: Was unsere Weisen über die Abenteuer des Rabba bar bar Hana erzählen

von Detlef David Kauschke  29.03.2026