Vielfalt

»Und baut die Hütten«

»Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen«, schreibt die Tora (3. Buch Moses 23, 42-43). Die Sukka ist ein vorübergehender Wohnsitz, dessen Dach aus Blättern und Zweigen besteht, durch das man die Sterne am Himmel sehen kann.

Für sieben Tage haben wir die Aufgabe, unser Zuhause zu verlassen und in die Natur zu ziehen – mit allen ihren Launen. Es geht darum, sich zu erinnern, wie die Israeliten bei ihrer Wanderung durch die Wüste Zuflucht suchten.

Die Sukka ist ein Symbol dafür, dass sich der Mensch auf Gottes Schutz verlassen muss. Sie erinnert an die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz.

Gleichheit Dass man jedes Jahr für eine Woche in die Sukka zurückkehrt, wird damit begründet, dass wir keinen ständigen Wohnsitz haben, und dass wir vor Gott alle gleich sind. Sukkot steht für Gleichheit und soziale Gerechtigkeit.

Auch bei den Protesten gegen soziale Ungerechtigkeit in Israel im August war das Zelt ein Symbol des sozialen Kampfes. In der Sukka zu wohnen, heißt, auf die gewohnte Sicherheit zu verzichten. In dieser Zeit sind wir vorübergehend alle an einem gemeinsamen Ort untergebracht – unabhängig vom Status des Einzelnen.

Sitzt man in der Sukka, erlebt man spirituelle Werte – dieser Reichtum ist beständig. An Sukkot hat man auch die Möglichkeit, über wirkliche Freude nachzuden- ken. Dazu gehört, in einer friedlichen und glücklichen Atmosphäre ein festliches Mahl mit Menschen zu teilen, die einem nahestehen.

Selbstfürsorge

Von der Mizwa, ein Bad zu nehmen

Schon Hillel wusste, dass man sich zuerst um sich kümmern soll. Auch im Fußball ist das heute angekommen

von Rabbiner David Kraus  14.06.2024

Talmudisches

Würmer

Was unsere Weisen über die wirbellosen Tiere lehrten

von Chajm Guski  14.06.2024

Fußball

Koscher jubeln

Der Talmud verbietet den Besuch eines Stadions. Aber gilt dies auch heute für die EM-Arenen?

von Rabbiner Dovid Gernetz  14.06.2024

Nasso

Im Dienst der anderen

Die Tora beschreibt ausführlich, wie eine gute Führungspersönlichkeit handeln sollte

von Rabbiner Salomon Almekias-Siegl  14.06.2024

Schawuot

Von der Freiheit, wir selbst zu sein

Das jüdische Volk rettete sich aus Ägypten. Doch seine Unabhängigkeit erlangte es erst am Sinai

von Rabbiner Akiva Adlerstein  11.06.2024

Schawuot

»Unterschätzter Feiertag«

Sarah Serebrinski über das Wochenfest, die Tora und wie sie heute weitergegeben wird

von Mascha Malburg  11.06.2024

Talmudisches

Die vergessene Bracha

Wie König Janai und seine Frau ein Festmahl ohne Segensspruch beendeten

von Rabbiner Avraham Radbil  07.06.2024

Bamidbar

Ihre Zahl wird sein wie Sand

Warum die Kinder Israels in der Wüste erfasst werden – und das gleich zweimal

von Shlomo Rottman  06.06.2024

München/Berlin

Rabbinerkonferenz zeichnet Beauftragten gegen Judenhass aus

Felix Klein bekommt den Moshe-Rosen-Preis

 06.06.2024