Vielfalt

»Und baut die Hütten«

»Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen«, schreibt die Tora (3. Buch Moses 23, 42-43). Die Sukka ist ein vorübergehender Wohnsitz, dessen Dach aus Blättern und Zweigen besteht, durch das man die Sterne am Himmel sehen kann.

Für sieben Tage haben wir die Aufgabe, unser Zuhause zu verlassen und in die Natur zu ziehen – mit allen ihren Launen. Es geht darum, sich zu erinnern, wie die Israeliten bei ihrer Wanderung durch die Wüste Zuflucht suchten.

Die Sukka ist ein Symbol dafür, dass sich der Mensch auf Gottes Schutz verlassen muss. Sie erinnert an die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz.

Gleichheit Dass man jedes Jahr für eine Woche in die Sukka zurückkehrt, wird damit begründet, dass wir keinen ständigen Wohnsitz haben, und dass wir vor Gott alle gleich sind. Sukkot steht für Gleichheit und soziale Gerechtigkeit.

Auch bei den Protesten gegen soziale Ungerechtigkeit in Israel im August war das Zelt ein Symbol des sozialen Kampfes. In der Sukka zu wohnen, heißt, auf die gewohnte Sicherheit zu verzichten. In dieser Zeit sind wir vorübergehend alle an einem gemeinsamen Ort untergebracht – unabhängig vom Status des Einzelnen.

Sitzt man in der Sukka, erlebt man spirituelle Werte – dieser Reichtum ist beständig. An Sukkot hat man auch die Möglichkeit, über wirkliche Freude nachzuden- ken. Dazu gehört, in einer friedlichen und glücklichen Atmosphäre ein festliches Mahl mit Menschen zu teilen, die einem nahestehen.

Meinung

Es gibt kein Weihnukka!

Ja, Juden und Christen wollen und sollen einander nahe sein. Aber bitte ohne sich gegenseitig zu vereinnahmen

von Avitall Gerstetter  15.12.2025

Chanukka

Das jüdische Licht

Die Tempelgeschichte verweist auf eine grundlegende Erkenntnis, ohne die unser Volk nicht überlebt hätte – ohne Wunder kein Judentum

von Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky  12.12.2025

Deutschland-Reise

Israels Oberrabbiner besucht Bremen

Kalman Meir Ber trifft Bürgermeister Andreas Bovenschulte und die Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, Antje Grotheer (beide SPD)

 12.12.2025

Wajeschew

Ein weiter Weg

Das Leben Josefs verlief nicht geradlinig. Aber im Rückblick erkennt er den Plan des Ewigen

von Rabbinerin Yael Deusel  12.12.2025

Talmudisches

Nach der Sieben kommt die Acht

Was unsere Weisen über die Grenze zwischen Natur und Wunder lehren

von Vyacheslav Dobrovych  12.12.2025

Chanukka

Nach dem Wunder

Die Makkabäer befreiten zwar den Tempel, doch konnten sie ihre Herrschaft nicht dauerhaft bewahren. Aus ihren Fehlern können auch wir heute lernen

von Rabbiner Julian-Chaim Soussan  12.12.2025

Quellen

Es ist kompliziert

Chanukka wird im Talmud nur selten erwähnt. Warum klammerten die Weisen diese Geschichte aus?

von Rabbiner Avraham Radbil  11.12.2025

Religion

Israels Oberrabbiner erstmals auf Deutschlandbesuch

Kalman Ber startet seine Reise in Hamburg und informiert sich dort über jüdisches Leben. Ein Schwerpunkt: der geplante Neubau einer Synagoge

 10.12.2025

Thüringen

Jüdische Landesgemeinde und Erfurt feiern Chanukka

Die Zeremonie markiert den Auftakt der inzwischen 17. öffentlichen Chanukka-Begehung in der Thüringer Landeshauptstadt

 08.12.2025