Jüdische Schriften

Steinsaltz-Talmud im Netz

Ein Blatt der Gemara. Foto: Flash 90

Die Talmud-Übersetzung von Rabbiner Adin Steinsaltz Even Yisrael, eine verhältnismäßig leicht verständliche Übertragung des Babylonischen Talmuds ins Englische und ins Neuhebräische (Iwrit), ist ab sofort im Internet zu lesen. Wie das Magazin tabletmag berichtet, hat die Website Sefaria, die jüdische Texte im Internet veröffentlicht, die beiden Übersetzungen des gesamten Steinsaltz-Talmuds online zugänglich gemacht.

22 Traktate Der Talmud ist im Original überwiegend in Aramäisch verfasst. Bisher waren der hebräische und der englischsprachige Steinsaltz-Talmud getrennt erschienen. Nun sollen beide Übersetzungen dank eines Stipendiums der William Davidson Foundation jedermann online zugänglich sein. Sefaria hat bereits die ersten 22 Talmudtraktate auf Englisch veröffentlicht. Laut dem Bericht soll der Rest bis Ende 2017 folgen.

»Anders als bisherige Versuche, das alte jüdisch-literarische Korpus zu übersetzen, wie etwa der Soncino Talmud, wird die Steinsaltz-Edition für ihre Klarheit und Zugänglichkeit gelobt – eine ideale Voraussetzung für den öffentlichen, nicht nur für den akademischen Gebrauch«, schreibt tabletmag.

Brachot Die Online-Veröffentlichung beginnt mit der bekannten Eingangsfrage aus Brachot, dem ersten Traktat des ersten Buchs der Mischna: »Von welcher Zeit an liest man das Schma am Abend? Von der Zeit an, zu der die Priester eintreten, um von ihrer Hebe zu essen, bis zum Ende der ersten Nachtwache. Dies sind die Worte des Rabbi Elieser. Die Weisen sagen: bis Mitternacht. Rabbi Gamliel sagt: bis die Morgenröte aufsteigt.« ag

http://www.sefaria.org/Berakhot.2a.1?lang=bi

Wajera

Lots Töchter

Wie in der Tora über Inzest und sexuelle Gewalt gesprochen wird

von Paige Harouse  30.10.2026

Talmudisches

Sonnenanbeter

Was unsere Weisen über die Macht lehren, die wir dem Zufall zuschreiben

von Vyacheslav Dobrovych  30.10.2026

Mobilität

Scootern am Schabbes?

Was Rabbiner über Fahrräder, Roller und die Belohnung für jeden Schritt lehren

von Rabbiner Dovid Gernetz  29.10.2026

Aleeza Ben Shalom

»Wir suchen nach Körper und Seele«

Als Star der Netflix-Serie »Jewish Matchmaking« ist sie international bekannt und kommt auch nach Deutschland. Funktioniert die jüdische Liebe hierzulande anders?

von Mascha Malburg  26.10.2026

München

20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob

Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert

von Christiane Ried  26.10.2026

Lech Lecha

Mut zur Veränderung

Unsicherheit ist Teil jedes neuen Anfangs – doch manche Wege öffnen sich erst, wenn wir sie betreten

von Rabbiner Boris Ronis  23.10.2026

Talmudisches

Das Gebet am Ende der Mahlzeit

Tischgebete kennen alle Weltreligionen. Doch während sich beispielsweise Christen vor dem Essen für das »tägliche Brot« bedanken, steht in der jüdischen Tradition der Dank am Ende der Mahlzeit. Aus einem ganz besonderen Grund

von Detlef David Kauschke  23.10.2026

Talmudisches

Bier

Was unsere Weisen über Getränke und ihre Wirkung lehren

von Rabbinerin Yael Deusel  21.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026