Unna

Neue Synagoge feierlich eröffnet

Innenraum einer Synagoge (Symbolfoto) Foto: Tobias Barniske

Die jüdisch-liberale Gemeinde im nordrhein-westfälischen Unna hat am Donnerstag offiziell ihre neue Synagoge eröffnet. An der Feier nahmen unter anderem NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU), Zentralratsvizepräsident Abraham Lehrer und Vertreter weiterer jüdischer Verbände teil. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet war angekündigt, saß aber in Paris fest, weil sein Flugzeug nicht starten konnte.

Das Gebäude, eine frühere evangelische Kirche, war in den vergangenen Monaten entsprechend den Bedürfnissen der Jüdischen Gemeinde umgebaut worden. Die 2007 gegründete Gemeinde »HaKochaw« umfasst den Angaben der Gemeinde zufolge etwa 120 Mitglieder.

SAND Bei dem Umbau in den vergangenen Monaten wurde der Estrich im Gebetssaal über Sand aus Israel aufgetragen. Khariakova lobte die bisherige Unterstützung der evangelischen und katholischen Kirche vor Ort. Sie hätten der Jüdischen Gemeinde Räume für Gebet und Gottesdienste zur Verfügung gestellt.

Laut Khariakova nutzt die Jüdische Gemeinde die Synagoge bereits seit dem Jahr 2010. Vor zwei Jahren ging es in ihren Besitz über. Der Umbau kostete 3,4 Millionen Euro. Finanziert wurde er mit Fördermitteln des Landes, Spenden sowie einem Kredit.  kna/ja

Internationale Holocaust Gedenkstätte

Rabbinerkonferenz weist Kritik an deutschen Yad-Vashem-Standorten zurück

Die geplanten Außenstellen von Yad Vashem in Deutschland stoßen auch auf Skepsis. Doch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz warnt davor, die Arbeit der Gedenkstätte zum Gegenstand politischer Abrechnungen zu machen

 31.05.2026

Bonn

»Es ist ein Bruch eingetreten.«

Rabbiner Andreas Nachama betonte, dass Jüdinnen und Juden immer weiter in eine »Defensivposition« gebracht würden. Eine Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lotete aus, wie es anders gehen könnte

von Leticia Witte  31.05.2026

Antwerpen

Belgien: Empörung über Anklage gegen jüdische Beschneider

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen - Belgien weist dies zurück

von Marlene Brey  27.05.2026

Nasso

Raum für die g’ttliche Präsenz

Warum das Lesen dieses Wochenabschnitts beim Finden eines Ehepartners hilfreich sein soll

von Vyacheslav Dobrovych  24.05.2026

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Schawuot 2

Mit offener Hand

Das Gebot des Zehnten ist weit mehr als eine soziale Maßnahme. Es ist eine geistige Übung

von Rabbiner Joel Berger  21.05.2026

Jerusalem

Auf den Spuren der Pilger

Seit Januar kann man auf jener Straße gehen, auf der zu Schawuot einst Juden ihre Früchte zum Tempel brachten. Die Ausgrabungen bekräftigen religiöse Überzeugungen – und entfachen politische Konflikte

von Detlef David Kauschke  21.05.2026

Schawuot

Sei wie ein kleiner Berg

Der Ewige wählte nicht den höchsten Gipfel der Wüste Sinai für die Offenbarung der Tora. Dahinter steckt eine Botschaft

von Rabbiner Avraham Radbil  21.05.2026

Religionen

Rabbiner: Juden, Christen und Muslime können einander stärken

Der Nahostkrieg hat auch Auswirkungen auf Gesellschaften in Europa und den USA. Ein niederländischer Rabbiner schreibt, was Juden, Christen und Muslime dennoch einander bedeuten können - und welche Werte sie teilen

von Leticia Witte  21.05.2026