Religion

Israels Oberrabbiner erstmals auf Deutschlandbesuch

Israels Oberrabbiner Kalman Ber (l) besucht mit Hamburgs Landesrabbiner Shlomo Bistritzky bei seinem ersten Deutschlandbesuch den Josef-Carlebach-Platz, den Standort der ehemaligen Bornplatzsynagoge Foto: picture alliance/dpa

Anlässlich des Chanukka-Festes besucht der Oberrabbiner des Staates Israel, Kalman Ber, verschiedene jüdische Gemeinden in Deutschland. Seine Reise begann in Hamburg und führt ihn weiter nach Bremen, Hannover, München und Berlin.

In Hamburg informierte sich der Oberrabbiner unter anderem über den geplanten Neubau der Bornplatzsynagoge – dies sollte auch ein zentrales Thema im Gespräch mit Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit im Hamburger Rathaus sein, teilte die Bürgerschaft mit. Nach dem Eintrag in das Gästebuch der Bürgerschaft wollte Kalman Ber die Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft besuchen.

Die Bornplatzsynagoge war einst mit 1.200 Plätzen das größte jüdische Gotteshaus in Norddeutschland. 1908 im Hamburger Grindelviertel eingeweiht, setzten Nationalsozialisten die Synagoge während der Novemberpogrome 1938 in Brand und verwüsteten sie. Ein Jahr später musste sie zwangsweise und auf Kosten der jüdischen Gemeinde abgerissen werden.

Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs im September vorgestellt

Ende 2019 hatte der Bund 600.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau an alter Stelle zur Verfügung gestellt. Ende September 2023 beschloss die Bürgerschaft die Übereignung des Grundstücks und übergab der Jüdischen Gemeinde symbolisch zwei Flurstücke.

Dem im September vorgestellten Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs zufolge soll die Bornplatzsynagoge eng an dem von den Nazis zerstörten Original orientiert wiederaufgebaut werden. Zuvor hatte der Bundestag bereits mehr als 13 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. dpa

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Israel

In Deboras Fußstapfen

Seit 2018 versuchen Frauen, an den Halacha-Prüfungen des Oberrabbinats teilzunehmen. Nun ist es ihnen gelungen

von Sophie Goldblum  08.05.2026

Talmudisches

Die Zahl 80

Was unsere Weisen über die wahre Stärke im Alter lehren

von Avi Frenkel  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Essay

Brandbeschleuniger Hass auf Israel: Der Gesetzgeber darf nicht länger wegschauen

Wer auf unseren Straßen »Tod Israel« ruft, kann bislang in der Regel ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben. Das zermürbt die Demokratie

von Volker Beck  07.05.2026

Medien

Worte wiegen schwer

Was dürfen Journalisten? Auch Pressekodex und Gesetz kennen Grenzfälle. In der jüdischen Ethik wirft der Chafetz Chaim einen interessanten Blick auf die Frage, was an die Öffentlichkeit gehört

von Mascha Malburg  07.05.2026

Behar–Bechukotaj

Vom Joch befreit

Wie der Ewige seinem Volk die Last der Unterdrückung nimmt

von Rabbiner Avraham Radbil  07.05.2026

Jubiläum

Starke Stimme

Vor 80 Jahren erschien die erste Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen. Mehr denn je braucht es eine präsente und selbstbewusste jüdische Zeitung in Deutschland

von Philipp Peyman Engel  07.05.2026

Interview

Josef Schuster: »Juden und Muslime sind keine Erzfeinde«

Bald startet der Katholikentag in Würzburg. Mit dabei: der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Welche Tipps er für Gäste hat - und wie er auf Juden, Christen und Muslime in aufgeheizten Zeiten blickt

von Leticia Witte  06.05.2026