Pandemie

Bundestag beschließt »Bundes-Notbremse«

Foto: imago/Westend61

Bei hohen Corona-Infektionszahlen sollen künftig bundesweit einheitliche Regeln gelten. Der Bundestag beschloss am Mittwoch eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie.

Demnach sollen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 künftig schärfere Kontaktbeschränkungen und nächtliche Ausgangssperren von 22 Uhr bis 5 Uhr gelten. Ab diesem Wert dürfen Schulen nur noch Wechselunterricht anbieten, ab einem Wert von 165 nur noch Distanzunterricht. In Schulen und Kitas ist dann nur noch eine Notbetreuung erlaubt.

gesetzesänderung Der Bundesrat wird sich am Donnerstag in einer Sondersitzung mit den Gesetzesänderungen befassen. Unter anderem FDP und Freie Wähler kündigten bereits Verfassungsbeschwerden gegen die Maßnahmen an.

Laut Gesetz sind bei Trauerfeiern in Regionen mit hoher Inzidenz künftig höchstens 30 Personen erlaubt. Die Religions- und Versammlungsfreiheit ist von den bundesweit einheitlichen Maßnahmen dagegen nicht betroffen. Für Versammlungen und religiöse Zusammenkünfte wie Gottesdienste gelten weiterhin die jeweiligen Bestimmungen in den Ländern.

regeln Die auch »Bundesnotbremse« genannten Regeln sind daran geknüpft, dass der Bundestag eine sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt. Maximal gelten sie jedoch laut Gesetz bis Ende Juni 2021.

Mit den Änderungen ist eine weitere Ausweitung der Kinderkrankentage verbunden, die auch beim eingeschränkten Betrieb von Kitas und Schulen genutzt werden können. Pro Elternteil und Kind werden noch einmal 10 zusätzliche Tage gewährt, für Alleinerziehende weitere 20 Tage pro Kind. Jedes Elternteil hat demnach in diesem Jahr Anspruch auf 30 Tage Kinderkrankengeld pro Kind, Alleinerziehende auf 60 Tage pro Kind. Insgesamt sind die Kinderkrankentage auf 65 Arbeitstage pro Elternteil beziehungsweise 130 Arbeitstage für Alleinerziehende begrenzt. kna

Philosophie

Tikkun und Tianxia

In diesen Tagen beginnt das chinesische Neujahr des Feuerpferdes. Im fernöstlichen Kalender finden sich erstaunliche Parallelen zur jüdischen Zeitordnung

von Valentin Lutset  12.02.2026

Muslim-Jewish Leadership Council

Goldschmidt gibt Vorsitz von Dialograt an Schudrich ab

Seit 2016 setzt sich der Muslim Jewish Leadership Council für den Dialog zwischen beiden Religionen ein

 11.02.2026

Talmudisches

Die verbotene Frucht

Was unsere Weisen über die Verantwortung im Umgang mit Schuld lehrten

von Chajm Guski  06.02.2026

Alenu

Für den Weg in die Welt

Das Abschlussgebet markiert den Übergang von der Synagoge ins Leben. Was ist seine tiefere Bedeutung?

von Rabbiner Avraham Radbil  06.02.2026

Jitro

Kultur der Lügen

Was das neunte Gebot in Zeiten von Fake News und Künstlicher Intelligenz bedeutet

von Yonatan Amrani  05.02.2026

Entscheidungen

Wenn der Rabbi nicht echt ist

Auf TikTok erklärt ein weiser Jude die Welt – nur ist er KI-generiert. Unser Autor, ein Rabbiner aus Fleisch und Blut, findet: In manchen Dingen kann die Technik ihn nicht ersetzen

von Rabbiner Dovid Gernetz  05.02.2026

Beschalach

Fenster zur Welt

Selbst die Lücken zwischen den Wörtern biblischer Texte können neue Perspektiven eröffnen

von Isaac Cowhey  30.01.2026

Talmudisches

Der großzügige Elasar

Unsere Weisen über die Frage, warum echter Reichtum im Geben liegt

von Rabbiner Avraham Radbil  30.01.2026

Ethik

Tu Bischwat im Zeitalter des Klimawandels

Was das Judentum über Nachhaltigkeit weiß – und was es von uns fordert

von Jasmin Andriani  30.01.2026