Meinung

Zum Totlachen

Der neue Film des englischen Regisseurs Chris Morris soll Ende April in die deutschen Kinos kommen und ist jetzt schon ein Aufreger. In der Komödie Four Lions wollen fünf Nachwuchs-Islamisten aus Sheffield die terroristische Welt erobern. Nur stellen sie sich dabei ziemlich doof an und machen alles Erdenkliche falsch: Sie feuern Schüsse ab, die ihr Ziel um 180 Grad verfehlen, wollen eine Krähe zur Selbstmordattentäterin ausbilden und drehen Bekennervideos, bei denen einer der Möchtegerns aus dem Hintergrund fortwährend Regieanweisungen gibt. Als Höhepunkt ihres terroristischen Schaffens möchten sie sich beim London-Marathon in die Luft sprengen. All das ist für den CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer zu viel. Er meint, man solle den Film wegen der akuten Terrorgefahr nicht zeigen, denn er gieße Öl ins Feuer. Gemach, Herr Mayer, immer mit der Ruhe! Das ist Satire in ihrer reinsten Form. Und die darf ja bekanntlich (fast) alles. Über diese Typen, die glauben, sie könnten mit ihrer einstudierten Rhetorik jede offene Gesellschaft bedrohen, muss man einfach lachen. Denn nichts anderes sind sie: lächerlich. Statt den Film auf den Index zu setzen, sollte es lieber heißen: Ab ins Kino!

Genf

USA und Iran pausieren Verhandlungen

Es sind womöglich entscheidende Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Nun ziehen sich beide Seiten jedoch erst einmal zu internen Beratungen zurück

 26.02.2026

Online-Handel

Der »Pali Schal« aus Corona-Zeiten

Der führende Parfüm- und Kosmetikhändler Douglas verkauft seit sechs Jahren einen Mund-Nasen-Schutz im Kufiya-Design. Jetzt will das Unternehmen den »Pali Scarf« aus dem Sortiment nehmen

von Sophie Albers Ben Chamo, Michael Thaidigsmann  26.02.2026

Köln

Vorerst nicht gesichert rechtsextrem: AfD gewinnt Eilverfahren

Der Verfassungsschutz muss den Ausgang des Hauptsacheverfahrens abwarten

 26.02.2026 Aktualisiert

Berlin

Messerattacke am Mahnmal: Anklage fordert lebenslange Haft

Ein spanischer Tourist wird am Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte von hinten angegriffen und schwer verletzt. Der Täter soll den Ort gezielt gewählt haben. Ein Jahr später ist ein Urteil in Sicht

 26.02.2026

Epstein-Akten

Neuvermessung eines Monsters

Die Dokumente sind wie ein großes Puzzle. Sie räumen mit vielen Legenden auf und zeigen, wer den Aufstieg des millionenschweren Investors und Sexualstraftäters förderte – und davon profitierte

von Lennart Pfahler  26.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  26.02.2026

Genf

WEF-Chef tritt nach Prüfung seiner Epstein-Kontakte zurück

Børge Brende sagt: Dies sei der richtige Zeitpunkt für einen Abgang, damit das Forum seine Arbeit »ohne Ablenkungen« fortsetzen könne

 26.02.2026

Austausch

Gründung des Deutsch-Israelischen Jugendwerks verschoben

Israel habe deutlich gemacht, dass zunächst der bilaterale Jugendaustausch starten solle

 26.02.2026

Meinung

Die jüdischen Studierenden wurden vergessen

Der grassierende Antisemitismus an deutschen Hochschulen ist aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Dabei geht das Problem nicht nur uns Juden an

von Ron Dekel  26.02.2026