Meinung

Zum Totlachen

Der neue Film des englischen Regisseurs Chris Morris soll Ende April in die deutschen Kinos kommen und ist jetzt schon ein Aufreger. In der Komödie Four Lions wollen fünf Nachwuchs-Islamisten aus Sheffield die terroristische Welt erobern. Nur stellen sie sich dabei ziemlich doof an und machen alles Erdenkliche falsch: Sie feuern Schüsse ab, die ihr Ziel um 180 Grad verfehlen, wollen eine Krähe zur Selbstmordattentäterin ausbilden und drehen Bekennervideos, bei denen einer der Möchtegerns aus dem Hintergrund fortwährend Regieanweisungen gibt. Als Höhepunkt ihres terroristischen Schaffens möchten sie sich beim London-Marathon in die Luft sprengen. All das ist für den CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer zu viel. Er meint, man solle den Film wegen der akuten Terrorgefahr nicht zeigen, denn er gieße Öl ins Feuer. Gemach, Herr Mayer, immer mit der Ruhe! Das ist Satire in ihrer reinsten Form. Und die darf ja bekanntlich (fast) alles. Über diese Typen, die glauben, sie könnten mit ihrer einstudierten Rhetorik jede offene Gesellschaft bedrohen, muss man einfach lachen. Denn nichts anderes sind sie: lächerlich. Statt den Film auf den Index zu setzen, sollte es lieber heißen: Ab ins Kino!

Nahost

Staatschefs zum »Gaza-Friedensrat« eingeladen

Der »Friedensrat« ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza

 17.01.2026

Gespräch

»Ich fühle mich alleingelassen«

Sonja Bohl-Dencker über die Ermordung ihrer Tochter durch die Hamas, den Umgang Deutschlands mit dem 7. Oktober und ihren Wunsch, dass Carolin nicht vergessen wird

von Mirko Freitag  16.01.2026

Nahost

IDF reagieren auf Angriffe mit Gegenschlägen in Gaza

Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad wurden nach den Angriffen ins Visier genommen

 16.01.2026

New York

AJC: Demonstranten im Iran nicht im Stich lassen

Die internationale Gemeinschaft trage die Verantwortung, »in Solidarität mit dem iranischen Volk zu handeln«, so die jüdische Organisation

 16.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit Terror-Unterstützerin

Das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender und die WerteInitiative schließen sich der Forderung der CDU in NRW an

 16.01.2026

Moskau/Jerusalem

Putin spricht mit Netanjahu: Vermittlung zu Iran?

Russland will mitmischen: In Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Israels und dem iranischen Präsidenten bietet sich Putin als Vermittler an. Was steckt hinter dem diplomatischen Vorstoß?

 16.01.2026

Berlin

Bündnis fordert von Bundesregierung: Protestierer im Iran unterstützen, Regime isolieren

Zu den Unterzeichnern einer entsprechenden Petition gehören auch Prominente wie die Schauspielerin Uschi Glas

von Imanuel Marcus  16.01.2026

Gastbeitrag

Wie Europas Parlamentarier über Israel denken

Der Blick europäischer Politiker auf Israel hat sich gewandelt, wie die jüngste ELNET-Befragung von europäischen Politikern zeigt

von Carsten Ovens  16.01.2026

Tel Aviv

Israelische Experten rechnen mit neuer Protestwelle im Iran

Tausende Tote, brutale Repression – doch israelische Experten sehen den Protestgeist im Iran nicht als gebrochen. Droht der Führung in Teheran ein neuer Schub zivilen Ungehorsams?

 16.01.2026