Meinung

Zum Totlachen

Der neue Film des englischen Regisseurs Chris Morris soll Ende April in die deutschen Kinos kommen und ist jetzt schon ein Aufreger. In der Komödie Four Lions wollen fünf Nachwuchs-Islamisten aus Sheffield die terroristische Welt erobern. Nur stellen sie sich dabei ziemlich doof an und machen alles Erdenkliche falsch: Sie feuern Schüsse ab, die ihr Ziel um 180 Grad verfehlen, wollen eine Krähe zur Selbstmordattentäterin ausbilden und drehen Bekennervideos, bei denen einer der Möchtegerns aus dem Hintergrund fortwährend Regieanweisungen gibt. Als Höhepunkt ihres terroristischen Schaffens möchten sie sich beim London-Marathon in die Luft sprengen. All das ist für den CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer zu viel. Er meint, man solle den Film wegen der akuten Terrorgefahr nicht zeigen, denn er gieße Öl ins Feuer. Gemach, Herr Mayer, immer mit der Ruhe! Das ist Satire in ihrer reinsten Form. Und die darf ja bekanntlich (fast) alles. Über diese Typen, die glauben, sie könnten mit ihrer einstudierten Rhetorik jede offene Gesellschaft bedrohen, muss man einfach lachen. Denn nichts anderes sind sie: lächerlich. Statt den Film auf den Index zu setzen, sollte es lieber heißen: Ab ins Kino!

Debatte

Berliner CDU bietet Sondierungen an: Grüne und SPD lehnen ab

Die Hintergründe

 03.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Nahost

Trump will Milliardenhilfen an Israel einstellen

Seit Jahren unterstützen die USA Israel mit Milliarden an Dollar Militärhilfe. Das soll sich nach Worten von US-Präsident Trump ändern. Die Idee soll dabei nicht von ihm gekommen sein

 03.11.2026

Sachsen

Chemnitz und Zwickau gedenken der Opfer des NSU

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Die Terrorzelle lebte in Chemnitz und Zwickau im Untergrund. 2011 flog sie auf

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Meinung

Junge Jüdinnen und Juden stehen vor einem Dilemma

Wir sind genauso von den steigenden Preisen, der Wehrplichtdebatte und der Klimakrise betroffen, wie die Demonstranten vom Wochenende. Aber wir können und werden uns nicht mit Leuten gemein machen, die den Hass auf uns und auf Israel schüren

von Tim Kurockin  03.11.2026

Serbien

Botschafts-Attentäter plante auch Anschlag auf Jüdisches Museum in München

Dario N. wurde Ende Oktober bei einem Angriff auf die israelische Botschaft in Belgrad erschossen. Nur drei Monate zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden

 03.11.2026

Iran

Mullah-Regime richtet zwei Demonstranten hin

Die Männer hatten Anfang des Jahres an den blutig niedergeschlagenen Protesten teilgenommen

 03.11.2026

Midterm-Wahlen

Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

 03.11.2026