Berlin

Zentralrat startet jüdisch-muslimisches Dialogprojekt

Foto: dpa

Der Zentralrat der Juden in Deutschland will den Austausch zwischen Juden und Muslimen gezielt fördern. Wie der Dachverband der jüdischen Gemeinden in Deutschland am Montag in Berlin mitteilte, seien »Juden und Muslime weltweit Angriffen durch Rechtsextremisten und Islamisten« ausgesetzt.

Zudem gebe es zwischen Juden und Muslimen neben guten gesellschaftlichen Kontakten auch Konfliktpunkte und einen erhöhten Gesprächsbedarf.

prävention Dieser Situation will der Zentralrat der Juden mit einem neuen Projekt Rechnung tragen: Unter dem Titel »Prävention durch Dialog: Jüdisch-muslimisches Gespräch neu gedacht« gehen in diesem Jahr bundesweit verschiedene innovative Dialogformate an den Start.

Vor Ort sollen Begegnungen mit unterschiedlichen Zielgruppen aus beiden Communitys durchgeführt werden.

Vor Ort sollen Begegnungen mit unterschiedlichen Zielgruppen aus beiden Communitys durchgeführt werden. Daneben soll der Dialog auch in den sozialen Netzwerken »breiten Raum finden und eine signifikante Reichweite erreichen«, so der Zentralrat weiter.

Mit dem Projekt soll der jüdisch-muslimische Dialog in Deutschland auf eine neue gesellschaftliche, politische und kommunikative Stufe gehoben werden.

demokratie Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte zu dem neuen Projekt: »Radikalisierung und Antisemitismus in Teilen der muslimischen Gemeinschaft bereiten uns Sorge und sind ein Problem für die Demokratie insgesamt. Mit der direkten jüdisch-muslimischen Begegnung auf Augenhöhe möchten wir Vorbehalte abbauen und damit frühzeitig einer Radikalisierung vorbeugen. Toleranz gegenüber den verschiedenen Religionen sowie ein respektvolles Miteinander der Religionen und Kulturen sind für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft entscheidend.«

Wie der Zentralrat zudem mitteilte, wird das neue Projekt von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, gefördert.  ja

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