Berlin

Zeichen gegen Antisemitismus

Aus Anlass der großen Zentralrats-Kundgebung gegen Antisemitismus am kommenden Sonntag erscheint am Berliner Axel-Springer-Haus in Kreuzberg der Schriftzug »Stimme erheben! Nie wieder Judenhass«. Nach Mitteilung des Verlages ist die Lichtinstallation rund 180 Quadratmeter groß und ist seit Donnerstag für drei Nächte lang jeweils ab 21 Uhr weithin sichtbar.

Dazu sagt Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer SE: »Hass ist immer schlimm und falsch. Judenhass nach dem Holocaust ist unmenschlich und unverzeihlich. Man muss also nicht begründen, warum auch wir versuchen, Zeichen zu setzen, sondern man muss nur fragen, warum andere es nicht tun.«

aktion Das Motto »Stimme erheben! Nie wieder Judenhass« geht auf eine Aktion von BILD zurück. Am 25. Juli 2014 hatte BILD nach antijüdischen Attacken in Deutschland seine Leser dazu aufgerufen, ein Zeichen zu setzen. Der eigens dafür gestaltete Button wurde tausendfach in den sozialen Netzwerken geteilt.
BILD-Chefredakteur Kai Diekmann: »In Zeiten, in denen Juden auf deutschen Straßen geschmäht werden, sehen wir es als unsere Pflicht an, ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Das tun wir journalistisch in BILD und nun auch für alle Berliner sichtbar an unserem Verlagshaus.« ja

Nahost

Vollendete Drohkulisse

US-Präsident Trumps »Armada« ist angekommen, die Optionen für Militärschläge liegen auf dem Tisch. Er stellt dem Mullah-Regime zwei Bedingungen. Wird Teheran einlenken?

von Imanuel Marcus  30.01.2026

EU-Sanktionen

Israel bietet Hilfe bei Verfolgung von Revolutionsgarden an

Die Europäische Union hat die Elite-Einheit des Mullah-Regimes auf die Terrorliste gesetzt. Nach Ansicht des israelischen Botschafters dient das auch der inneren Sicherheit in Deutschland

 30.01.2026

Meinung

Endlich!

Es war überfällig, dass die EU die Revolutionsgarde der Islamischen Republik auf der Terrorliste gesetzt hat. Doch die heutige Lage ist auch das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse, falscher Hoffnungen und politischer Feigheit ebenjener EU

von Shahrzad Eden Osterer  30.01.2026

Rheinland-Pfalz

Landtag fordert Institut für Antisemitismusforschung auf Bundesebene

Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) dankt dem Landesparlament. »Antisemitismus ist in diesem Lande eine reale Erfahrung«, sagt er

 30.01.2026

München

Brandstifter von jüdischem Altenheim 1970 womöglich ermittelt  

56 Jahre nach einem Anschlag auf ein jüdisches Altenheim in München verdächtigen Ermittler nun einen schon verstorbenen Neonazi. Was sie auf dessen Spur führte

von Hannah Krewer  30.01.2026

Teheran

Iran bestellt deutschen Botschafter ins Außenministerium ein

Das Regime protestiert gegen Äußerungen von Bundeskanzler Merz. Das Außenministerium verurteilt außerdem die Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation

 30.01.2026

Washington D.C.

»Sehr mächtige Schiffe auf dem Weg nach Iran«

Der US-Präsident stellt zugleich Gespräche in Aussicht und dem Teheraner Regime Bedingungen

 30.01.2026

Washington D.C.

US-Gesandter zu Waffenabgabe: Hamas hat keine Wahl

Die Terrororganisation will ihre Waffen behalten. Doch die amerikanische Regierung gibt sich zuversichtlich

 30.01.2026

Kairo/Berlin

Ägypten verbietet Buch zu Gaza-Krieg - Autoren: Das Interesse ist riesig

Ihr Streitgespräch über den Nahostkonflikt sorgte in Deutschland für viel Aufmerksamkeit - doch Ägyptens Zensur verbietet das Buch von Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel-Samad. Die Autoren nehmen es eher gelassen

 29.01.2026 Aktualisiert