Bayern

»Wir sind zutiefst erschüttert«

Große Synagoge Augsburg Foto: dpa

Im Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und in der Augsburger Großen Synagoge sind judenfeindliche Schmierereien entdeckt worden. Mitarbeiter hätten bereits Ende Mai ein Hakenkreuz sowie die Worte »Arbeit macht Frei« auf einem Plakat in der aktuellen Installation zum Pessachfest entdeckt, teilte das Museum am Donnerstag in Augsburg mit.

Zudem habe es rechtsextremistische und antisemitische Einritzungen im Gestühl der Frauenempore in der Synagoge gegeben. »Diese stellen eine unvorstellbare Respektlosigkeit und einen Angriff auf die Gefühle der Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde dar«, hieß es. »Wir sind zutiefst erschüttert.«

RIAS Das Museum hat nach eigener Auskunft in Absprache mit der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Schwaben-Augsburg die Schmierereien und Einritzungen sowohl der Polizei und den Medien als auch der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern gemeldet. »Wir hoffen, dass dies dazu beiträgt, die Öffentlichkeit gegenüber Rechtsextremismus und Antisemitismus zu sensibilisieren«, teilte die Einrichtung mit.

Das beschmierte Plakat habe die Polizei als Beweismittel mitgenommen, das Museum einen Ersatz aufgehängt. Das Synagogengestühl werde ein Restaurator reparieren. Zudem erklärte das Museum, zusammen mit der IKG werde man neue Strategien im Umgang mit solchen Vorfällen sowie Maßnahmen zur Prävention entwickeln.  kna/ja

Nachrichten

Zweifel, Preis, Klage

Meldungen aus Politik

 23.01.2020

Überlebende

Alt, krank, einsam

Weltweit benötigen 400.000 Menschen Unterstützung, vor allem in Israel, Südosteuropa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion

von Michael Thaidigsmann  23.01.2020

Rechtsextremismus

Neonazi-Gruppe »Combat 18« verboten

Bei Hausdurchsuchungen in sechs Bundesländern beschlagnahmte die Polizei NS-Devotionalien und Laptops

 23.01.2020

Einspruch

Ich bin pessimistisch

Renate Lasker-Harpprecht fragt sich, was die Welt eigentlich aus Auschwitz gelernt hat

von Renate Lasker-Harpprecht  23.01.2020

Essen

Symbolhafte Reise

Die Luftwaffe flog den Schoa-Überlebenden Naftali Fürst zur Ausstellungseröffnung nach Deutschland

von Katrin Richter  22.01.2020

Schoa

»Wir werden nie vergessen«

Oberrabbiner Israel Meir Lau über Jerusalem, Yad Vashem und das World Holocaust Forum

von Detlef David Kauschke  22.01.2020

Oswiecim/Jerusalem

»Pathethisch und unreif«

Der Direktor der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywinski, übt scharfe Kritik am World Holocaust Forum

 22.01.2020

Rückblick

Der Weg zum Schoa-Gedenktag

Der 27. Januar ist ein Tag des Innehaltens und Nachdenkens über die Vergangenheit

 21.01.2020

Jerusalem

Vorbereitung auf Gedenkfeier

Logistischer Kraftakt beim World Holocaust Forum – Tausende von Polizisten im Einsatz

 21.01.2020