Covid-19

»Wir sind in unserem Leben bedroht«

Ernst Grube, Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau (Archiv) Foto: imago

Die Lagergemeinschaft Dachau hat an Politik und Verwaltung appelliert, in der Corona-Krise »den Überlebenden von Holocaust und nationalsozialistischer Verfolgung in besonderer Weise beizustehen. Sie sind als hochbetagte Menschen erst recht durch Covid-19 in ihrem Leben bedroht«, erklärte die Lagergemeinschaft am Donnerstag.

»In der durch die Pandemie bedingten Isolation und Verunsicherung, so erfuhren wir, werden oft die eigenen traumatisierenden Erfahrungen in Holocaust und Verfolgung besonders bedrängend. Ihre aktuellen Nöte lindern zu helfen, wäre ein großer Akt von Wertschätzung, Dankbarkeit und Solidarität.«

Befreiung Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau am 29. April hätten eigentlich 70 ehemalige Häftlinge des KZ aus aller Welt und 20 amerikanische Befreier zu einer großen Gedenkfeier nach Dachau kommen sollen.

»Die allgegenwärtige Corona-Pandemie hat die Befreiungsfeier unmöglich gemacht, zumindest in ihrer öffentlichen Form«, erklärte die Lagergemeinschaft, die von überlebenden Häftlingen, unter anderem Max Mannheimer, gegründet wurde.

Das Konzentrationslager Dachau wurde im März 1933 als eines der ersten Lager für politische Gegner des NS-Regimes errichtet. Bis 1945 wurden dort und in den Außenlagern mehr als 200.000 Menschen deportiert. Etwa 41.500 Menschen wurden dort ermordet. Am 29. April 1945 befreiten amerikanische Truppen die Überlebenden.  dpa

Frankfurt/Main

Experten: Antisemiten hetzen im Netz inmitten von Lifestyle-Themen

Der Vertrauensverlust in klassische Medien macht TikTok, Youtube und Instagram zur wichtigsten Arena für politische Debatten. Dort müsse der Kampf für die Demokratie stattfinden, betonen Extremismus-Experten

von Christof Bock  15.09.2026

Bayern

Nach Morddrohung gegen Charlotte Knobloch – jetzt äußert sich die Polizei

Die Hintergründe

 15.09.2026

Berlin

Nach antisemitischem Angriff: Aufruf zum Tragen eines Davidsterns

An Rosch Haschana wurde eine Frau antisemitisch beleidigt und verletzt. Mehrere jüdische Organisationen und Vereine rufen nun für Donnerstag zum Tragen eines Davidsterns aus Solidarität auf

 15.09.2026

Washington

US-Bericht räumt Munitionsmangel infolge des Iran-Kriegs ein

Ein Bericht aus dem amerikanischen Verteidigungsministerium bestätigt, was die Regierung lange bestritt: Der Iran-Krieg hat die Munitionsvorräte der USA empfindlich ausgedünnt. Das Pentagon will nun gegensteuern

 15.09.2026

Tel Aviv

IDF-Chef prüft rechtliche Schritte gegen Film »Naza«

Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnet bisher bekannt gewordene Teile der Doku als »Ritualmordlegenden, bewusste Verzerrungen der Realität und falsche Anschuldigungen gegen IDF-Soldaten«

 15.09.2026

Berlin

Wie die Auswahl des Antisemitismusbeauftragten zum Debakel wurde

Der Senat wollte den Posten eines Antisemitismusbeauftragten für die Hochschulen der Hauptstadt schaffen. Doch das Verfahren wurde abgebrochen. Eine neue Recherche zeigt, wie es so weit kommen konnte

 15.09.2026

Umfrage

AfD bleibt laut Umfrage stärkste Partei – CDU/CSU auf Tief

Die in Teilen rechtsextremistische Partei hat einen Vorsprung von 11 Prozentpunkten zur zweitstärksten Partei

 15.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  15.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 15.09.2026 Aktualisiert