Gedenktag

Weltweit noch 196.600 jüdische Holocaust-Überlebende

Schoa-Überlebende beim Gedenken anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau Foto: dpa

Weltweit gibt es nach Schätzungen der Claims Conference noch 196.600 jüdische Holocaust-Überlebende. Dabei handelt es sich nahezu ausschließlich um Menschen, die vor mehr als 80 Jahren als Kinder dem Massenmord des NS-Regimes an den Juden in Europa entkamen, wie die Organisation am Montag in New York mitteilte. Das Durchschnittsalter der Holocaust-Überlebenden liegt demnach bei 87 Jahren; 62 Prozent sind weiblich, etwa jeder und jede Dritte ist 90 Jahre oder älter.

Die meisten jüdischen Holocaust-Überlebenden sind den Angaben zufolge in Israel ansässig (50 Prozent), gefolgt von den USA (16 Prozent), Frankreich (9 Prozent) und Russland (7 Prozent). Auf dem fünften Rang liegt Deutschland mit 5 Prozent. Im Vergleich zum Beginn des Vorjahres ging die Zahl der Zeitzeugen weiter zurück. Anfang 2025 registrierten die Statistiker der Claims Conference rund 220.000 jüdische Holocaust-Überlebende.

Gedenken an Befreiung von Auschwitz

Am 27. Januar wird weltweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. In Deutschland machte der damalige Bundespräsident Roman Herzog vor 30 Jahren diesen Tag zum staatlichen Gedenktag.

Die Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference) ist eine gemeinnützige Organisation mit Büros in New York, Israel, Deutschland und Österreich, die materielle Entschädigungen für Holocaust-Überlebende weltweit sichert. Für das Jahr 2025 verteilte die Claims Conference laut eigenen Angaben weltweit rund 530 Millionen US-Dollar an Entschädigungen für Überlebende sowie 960 Millionen US-Dollar für Maßnahmen der Fürsorge für Überlebenden wie häusliche Pflege, Medikamente und Lebensmittel. kna

Berlin

Außenminister Wadephul: Francesca Albanese »in ihrer Position unhaltbar«

Die UN-Sonderberichterstatterin hat erneut mit israelfeindlichen Aussagen für Empörung gesorgt. Der Bundesaußenminister spricht ihr nun die Eignung für ihr Amt ab

 12.02.2026

Personalie

Wechsel im Amt des Antisemitismusbeauftragten - Klein geht nach Paris

Von der Spree an die Seine: Der erste Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung wechselt nach Paris - in neuer Funktion. Wer Felix Klein nachfolgt, ist bisher noch nicht bekannt

von Leticia Witte  12.02.2026

Iran

Versprecher führt zur Entlassung eines regionalen TV-Chefs

Eigentlich meinte der Fernsehreporter »Tod den USA«. Er sagte in einer Live‑Sendung jedoch versehentlich »Tod Chamenei« - dem obersten Führer des Irans. Das hat Folgen

 12.02.2026

Berlin

IOC-Fanshop verkauft T-Shirt mit Motiv der Olympischen Spiele 1936

Klara Schedlich von den Berliner Grünen moniert die Motivwahl ohne kritische Einordnung. Das Motiv-Hemd ist bereits ausverkauft

 12.02.2026

Berlin

Schah‑Sohn fordert US‑Militäreinsatz für Irans Freiheit

Bei den Unruhen im Iran riefen Demonstranten seinen Namen. Doch allein kann Schah‑Sohn Reza Pahlavi einen Regimewechsel nicht herbeiführen. Deshalb bittet er die USA um militärische Unterstützung

 12.02.2026

Basel

Antisemitischer Vorfall bei FC Basel gegen FC Zürich – Ermittlungen gefordert

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) spricht von einem schwerwiegenden Vorfall und fordert strafrechtliche Schritte

 12.02.2026

Westjordanland

Bericht: Autonomiebehörde zahlt weiterhin »Märtyrer-Renten«

Eigentlich hatte Mahmoud Abbas das Ende der international verurteilten »Pay for Slay«-Praxis verkündet. Laut einem Bericht von Palestinian Media Watch hat er gelogen

 12.02.2026

Berlin

Van Aken: »Brauchen schärfere Regeln für Waffenexporte«

Der Linken-Vorsitzende reagiert auf die Entscheidung des höchsten deutschen Gerichts zu Rüstungslieferungen an Israel

 12.02.2026

München

Späte Aufklärung?

Nach 56 Jahren verdichten sich Hinweise auf einen möglichen Täter des Brandanschlags auf das jüdische Altersheim

von Michael Thaidigsmann  12.02.2026