Hamburg

Wegen pro-israelischem T-Shirt: Übergriff auf Schanzenfest

Der Angriff ereignete sich auf dem Hamburger Schanzenfest (Archivbild, 2017). Foto: picture alliance / Markus Scholz/dpa

Unbekannte Täter haben am Samstag in Hamburg zwei Männer wegen eines pro-israelischen T-Shirts angegriffen. Laut einer Pressemitteilung der Polizei Hamburg ereignete sich der mutmaßlich politisch motivierte Übergriff im Rahmen des stadtweit bekannten Schanzenfests.

Die beiden Männer seien zunächst von einer etwa siebenköpfigen Gruppe auf die Aufschrift des T-Shirts eines der Männer angesprochen worden. Dann sei der 43-Jährige aus der Gruppe heraus zu Boden gestoßen worden, sein 41-jähriger Begleiter wurde durch Schläge ins Gesicht verletzt. Die Täter flüchteten im Anschluss in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen führt das für Hasskriminalität zuständige Landeskriminalamt für Staatsschutzdelikte.

Lesen Sie auch

Der »Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus« zufolge nimmt die Zahl antisemitischer Übergriffe in Deutschland zu. So vermeldet die Recherchestelle in ihrer Auswertung des Zeitraums vom 7. Oktober bis Ende 2024 insbesondere einen Anstieg des israelbezogenen Antisemitismus. Der »Forschungsbericht Jüdisches Leben und Alltag in Hamburg« aus dem Juni 2024 kommt zu dem Ergebnis, dass von den 548 befragten Jüdinnen und Juden 77 Prozent in den vorausgegangenen 12 Monaten antisemitische Vorfälle erlebt haben. ls

Auszeichnung

Ehrenamtspreis für jüdisches Leben geht nach Köln und Berlin

Bereits zum vierten Mal wird der Ehrenamtspreis für jüdisches Leben verliehen. In diesem Jahr werden Projekte geehrt, die vor allem auf einen niederschwelligen Zugang setzen

von Birgit Wilke  14.07.2026

Medien

Wechsel im ARD-Studio Tel Aviv: Sophie von der Tann wird abgelöst

Während der BR seine Korrespondentin in höchsten Tönen lobt, wurde extern immer wieder heftige Kritik geübt. Von der Tanns Nachfolgerin in Israel ist Pia-Marie Steckelbach

 14.07.2026

Kommentar

Wenn Studenten wieder anfangen, Juden auszugrenzen

Es sind Beschlüsse wie der Boykott-Beschluss des Studierendenparlaments der Humboldt-Uni, bei denen man sich unwillkürlich fragt, ob die zukünftige sogenannte deutsche Bildungselite noch zu retten ist

von Leeor Engländer  14.07.2026

München

Bayerns 180-Grad-Restitutionswende

Der Freistaat hat sich entschieden, eine Bronze von Picasso zurückzugeben und dabei gleich seinen Umgang mit NS-Raubkunst zu reformieren

von Michael Thaidigsmann  14.07.2026

Faktencheck

Henry Kissinger wollte die »weiße Rasse« nicht beseitigen

Dem früheren US-Außenminister Henry Kissinger werden immer wieder völlig frei erfundene Zitate zugeschrieben. Etwa, dass er die »weiße Rasse« durch multikulturelle Gesellschaften habe ersetzen wollen

 14.07.2026

Washington D.C.

Trump droht mit Angriff: Was über »Pickaxe Mountain« bekannt ist

Den Berg, der eine Atomanlage beherbergt, bezeichnet der US-Präsident als mögliches Ziel für einen »großen, fetten« Angriff

 14.07.2026

Osnabrück/Doha

Iron-Dome-Deal zwischen Israel und VW droht an Katar-Veto zu scheitern

Ein Verteidigungsdeal mit Israel und Hunderte Arbeitsplätze am VW-Standort Osnabrück sind in Gefahr, da der katarische Staatsfonds blockiert

 14.07.2026

Washington D.C.

USA-Iran-Rahmenabkommen: Was hat Trump überhaupt erreicht?

Groß war der Jubel des US-Präsidenten, als er mit der Führung im Iran ein vages Rahmenabkommen erzielte. Knapp einen Monat später stellt sich jedoch die Frage: Was ist davon noch übrig?

von Franziska Spiecker, Khang Mischke  14.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.07.2026 Aktualisiert