Bielefeld

Wegen Hetze verurteilt

Sascha Krolzig bei einer Kundgebung von Neonazis in Bad Nenndorf im August 2012 Foto: imago

Der Vorsitzende der neonazistischen Partei »Die Rechte« in Ostwestfalen-Lippe ist am Donnerstag in Bielefeld wegen antisemitischer Beleidigungen zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah den Straftatbestand der Volksverhetzung und Beleidigung als erfüllt an, wie ein Sprecher des Bielefelder Amtsgerichts sagte.

Der Vorsitzende des Partei-Kreisverbandes Ostwestfalen-Lippe, Sascha Krolzig, hatte den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Herford/Detmold, Matitjahu Kellig, auf der Internetseite der Partei unter anderem als »selbstgefälliger frecher Juden-Funktionär« beschimpft.

strafanzeige Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde hatte im Jahr 2016 Strafanzeige gegen die Partei »Die Rechte« bei der Staatsanwaltschaft Detmold eingereicht. Auslöser war ein Radio-Interview Kelligs.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde und emeritierte Musikprofessor hatte im WDR kritisiert, dass ein Verleger aus Ostwestfalen, in dessen Druckhaus das Amtsblatt der Stadt Preußisch Oldendorf hergestellt wird, auch rechte Schriften verbreitet.

So sei von diesem Verleger unter anderem das Buch Die letzten Tage mit Adolf Hitler des ehemaligen Chauffeurs Hitlers vertrieben worden. Kellig erhielt nach seiner Kritik auch beleidigende Kommentare in E-Mails an seine private Adresse, die mit »Die Rechte OWL« unterzeichnet waren. epd

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026

Ungarn

So reagiert die europäische Presse auf Orbans Abwahl

Nach 16 Jahren endet die Orban-Herrschaft in Ungarn. Internationale Medien werten den Ausgang der Wahl als Dämpfer für Putin und Trump – und als Warnsignal für die politische Rechte

 13.04.2026

Gedenken

Zwischenrufe bei Weimer-Rede in Buchenwald

Schon im Vorfeld hatte es Kritik am Auftritt des Kulturstaatsministers beim Buchenwald-Gedenken gegeben. Auch vor Ort gab es Gegenwind. Das sagt Weimer selbst dazu

 13.04.2026

Thüringen

»Kufiyas in Buchenwald« wollen schon am Samstag demonstriert haben

Die Gruppe »Kufiyas in Buchenwald« durfte am Sonntag laut Gerichtsbeschluss nicht an der KZ-Gedenkstätte demonstrieren. Nach eigenen Angaben haben sie einen anderen Weg gefunden

 13.04.2026

Terror

Israel: Wir wollen ein echtes Friedensabkommen mit dem Libanon

Israel und der Libanon wollen erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Premier Netanjahu fordert als Ziel ein Friedensabkommen, das über Generationen halten soll

 13.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert

Krieg

USA und Iran ohne Einigung: Geht der Krieg jetzt weiter?

Verhandlungsmarathon, aber kein Deal - die Kriegsparteien Iran und USA konnten sich vorerst nicht auf einen Weg zum Frieden einigen. Was passiert jetzt?

von Sara Lemel  12.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Krieg

»Schlechte Nachrichten für Iran«: Friedensgespräche zwischen USA und Mullahs scheitern

Wie es nun weitergeht, ist unklar

von Gaby Mahlberg  12.04.2026