Sydney

Warum ein Neonazi in Australien »Mein Kampf« im Gefängnis lesen darf

Foto: picture alliance / AP Photo

Ein Gericht in Australien hat einem angeklagten Neonazi zur Vorbereitung seiner Verteidigung den Zugang zu Adolf Hitlers »Mein Kampf« erlaubt.

Der Angeklagte hatte sich beim Gericht in Ballarat beschwert, weil seine Ausgabe des Buches von der Gefängnisverwaltung beschlagnahmt worden war, wie der australische Sender ABC berichtet. Die Verhandlung gegen den 33-Jährigen sollte heute beginnen.

Lesen Sie auch

Dem Neuseeländer wird vorgeworfen, vor zwei Jahren eine Gruppe von etwa 30 Rechtsextremisten bei einer unerlaubten Kundgebung angeführt zu haben. Sie sollen in einem Park der Stadt Ballarat - 120 Kilometer nordwestlich der Metropole Melbourne - rassistische Parolen skandiert haben.

Vor allem in Sydney und Melbourne machen rechtsextreme Gruppen immer wieder öffentlich Stimmung gegen Juden und sexuelle Minderheiten. Für Entsetzen sorgte etwa 2023 die öffentliche Feier von Adolf Hitlers Geburtstag im Melbourner Restaurant »The Bavarian«. kna

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

Terrorismus

Irans neue Front

Die Auftraggeber der aktuellen Anschlagsserie auf jüdische und amerikanische Einrichtungen in Europa sitzen offenbar in Teheran

von Michael Thaidigsman  29.04.2026

Debatte

Verfassungsschutz-Chef: Nicht jede radikale Kunst ist extremistisch

Seit dem Ausschluss dreier Buchläden für den Buchhandlungspreis wird über die Rolle des Verfassungsschutzes in der Kultur diskutiert. Der Thüringer Verfassungsschützer Kramer sieht den Schutz der Kunstfreiheit als Aufgabe

 29.04.2026

Debatte

Prien: Zu viele Mittel sind in die Förderung von linken Projekten geflossen

Mit ihrer Ankündigung, das Programm »Demokratie leben« zu reformieren, hat Ministerin Prien für viel Verunsicherung gesorgt. Überrascht hat sie das nicht. Ihr sei klar gewesen, damit »in ein Wespennest zu stechen«

 29.04.2026

Berlin

Jüdischer Verein meldet antisemitischen Angriff auf Mitarbeiter

Das Opfer entdeckt ein rotes Dreieck an der Klingelanlage seines Wohnhauses. Sein Klingelknopf ist ebenfalls rot markiert

 29.04.2026

Freiburg

Antisemitischer Angriff auf koscheren Food Truck

Das Fahrzeug wurde mit Farbsprays besprüht. Außerdem klebten die Täter palästinensische Terrorsymbole auf den Bus

 29.04.2026

Potsdam

Andreas Büttner erschüttert über Ermittlungsergebnis

Bei dem Anschlag am frühen Morgen des 4. Januar wurde ein Nebengebäude auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten in Templin in Brand gesetzt

 29.04.2026

Jom Haazmaut

Leipzig feiert den 78. Unabhängigkeitstag Israels

Botschafter Ron Prosor spricht von »Optimismus, Lebensfreude und Tatendrang«

von Detlef David Kauschke  29.04.2026

Berlin

Finanzsenator übernimmt Amt von Sarah Wedl-Wilson

Stefan Evers soll die Leitung der Kulturverwaltung mit übernehmen - zumindest für die nächsten fünf Monate

 29.04.2026