Meinung

Wahlen? Währung? Werte!

Angela Merkel hat es schwer. Der Euro taumelt dem Abgrund entgegen. Und Deutschland soll ihn mit unvorstellbar vielen Milliarden vor dem Absturz bewahren. Nebenbei will Griechenland gerettet werden. Zu allem Überfluss ist auch noch am Sonntag in NRW so gut wie alles schiefgegangen: Schwarz-Gelb abgewählt, Bundesratsmehrheit futsch, die CDU-Landesfürsten mucken auf. Eine Kanzlerin in Nöten. Dennoch hat sich Merkel Zeit genommen, um anlässlich der Militärparade zum 65. Jahrestag des Kriegsendes nach Moskau zu fliegen. Weil der 8. Mai 1945 für die Geschichtsbewusste ein besonderes Datum ist. Um diesen Tag und das Heute kreist auch ein bemerkenswertes Interview, das die Regierungschefin am Samstag der Süddeutschen Zeitung gab. Dort heißt es in hierzulande keinesfalls selbstverständlicher Klarheit: »Was wir stets erreichen müssen, ist, dass verstanden wird, warum es für unser Selbstverständnis und unsere Zukunft unverzichtbar ist, wenn wir über den Nationalsozialismus und die Ermordung der Juden sprechen.« Und: Sie werde immer gegen Antisemitismus vorgehen, ungeachtet der Beschimpfungen, eine »Marionette der jüdischen Weltverschwörung« zu sein. Mit solchen Sätzen kann man gerade in Krisenzeiten nicht groß punkten. Umso wichtiger ist es, dass sie von ganz oben kommen.

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 20.10.2026

Reaktionen

Ein Hausmeister für die Mullahs

Die Bundesregierung habe zu lasch auf die iranischen Mordkomplotte in Deutschland reagiert, finden jüdische und pro-israelische Organisationen. Sie fordern tiefgreifende Konsequenzen

von Stefan Laurin  20.10.2026

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 21.10.2026 Aktualisiert

Vereinte Nationen

Wer finanziert die Arbeit der UN-Berichterstatter?

Die Genfer NGO UN Watch hat einen Bericht vorgelegt, der die Zuwendungen an rund 140 unabhängige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen unter die Lupe nimmt. Auf Platz 3 der Liste: Francesca Albanese

von Michael Thaidigsmann  20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Washington D.C.

Vance gibt keine Wahlempfehlung für Netanjahu ab

Im Gegensatz zu seinem Chef Donald Trump sieht der amerikanische Vizepräsident von einer Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten ab. Warum?

 20.10.2026

Nach Spionage-Urteil

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Dem Diplomaten solle der starke Protest des Iran übermittelt werden, heißt es. Kurz zuvor hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt

 20.10.2026

Gießen

Staatsanwaltschaft klagt AfD-Politiker wegen NS-Parole an

Bei seiner Bewerbungsrede für den Vorstand der AfD-Jugendorganisation soll Kevin Dorow eine Parole der Hitlerjugend verwendet haben. Nun muss ein Gericht über die Anklage entscheiden

 20.10.2026

Luftwaffenstützpunkt Ovda

Hegseth trifft Netanjahu bei unangekündigtem Israel-Besuch

Wenige Tage vor der israelischen Wahl ging es bei dem Geheimtreffen wohl um das weitere Vorgehen gegen das Mullah-Regime in Teheran

 20.10.2026