Rom

Vor Israel-Spiel in Norwegen: Infantino appelliert an Fans

FIFA-Präsident Gianni Infantino Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

FIFA-Präsident Gianni Infantino ruft angesichts der politischen Brisanz vor dem Länderspiel zwischen Norwegen und Israel die Fans zur Ruhe auf. Die Menschen sollten sich über den Friedensplan freuen und »den Prozess unterstützen«, sagte der Chef des Fußball-Weltverbands vor Medienvertretern am Rande der Generalversammlung der europäischen Club-Vereinigung ECA in Rom. Unter anderem die Nachrichtenagentur AP zitierte Infantino.

Bei den indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der palästinensischen Terrororganisation Hamas über wichtige Teile des von US-Präsident Donald Trump vorgestellten Friedensplans ist inzwischen ein Durchbruch erzielt worden. Das israelische Kabinett hat dem Abkommen mit der Hamas zur Freilassung aller Geiseln und einer Feuerpause im Gaza-Krieg zugestimmt.

Der Konflikt im Gazastreifen habe auch Auswirkungen auf den Sport, sagte Infantino: »Natürlich geht dies über den Fußball hinaus – aber es schließt auch den Fußball mit ein.«

Lesen Sie auch

Vor dem Hintergrund des militärischen Vorgehens Israels gegen den Terror im Gazastreifen hatte sich Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness zuletzt deutlich für einen Ausschluss des Staates aus dem Fußball ausgesprochen.

»Persönlich bin ich der Meinung, dass - wenn Russland ausgeschlossen worden ist - auch Israel ausgeschlossen werden sollte«, sagte Klaveness im Podcast »Pop og politikk«. Dies stieß im israelischen Verband auf Unverständnis. Am Samstagabend treffen die Skandinavier um Stürmerstar Erling Haaland in der WM-Qualifikation in Oslo auf Israel.

Für Israel geht es drei Tage später in Udine gegen Italien weiter, wo rund 10.000 Menschen vor Beginn der Friedensgespräche gegen die Austragung des Spiels protestieren wollten. Udines Bürgermeister hatte gefordert, die Partie zu verschieben. dpa/ja

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Thüringens Innenminister fordert AfD-Verbotsverfahren

In einem Gutachten begründen Juristen ihre Einschätzung besonders mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Hamburg

Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt

Armin Levy ist Jude, Perser und Hamburger. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran glaubt er nicht an echten Frieden. Warum er jedes Abkommen mit dem Mullah-Regime ablehnt

von Christiane Tauer  25.06.2026

Berlin-Neukölln

Martin Hikel rügt Bildungsstadträtin

Janine Wolter hatte auf Instagram die Story eines israelfeindlichen Aktivisten gepostet

 25.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  25.06.2026