Erinnerungsarbeit

Virtuelle Ausstellung mit NS-Zeitzeugen tourt durch Brandenburg

Durch eine VR-Brille (Virtual Reality) erleben Ausstellungsbesucher die Überlebenden scheinbar »in echt« und können deren Berichte auf einer emotional tiefgehenden Ebene nachvollziehen. Foto: ADAM SEVENS

Eine mobile Ausstellung mit NS-Zeitzeuginnen und -zeugen wird im Juni und September erneut durch Berlin und Brandenburg touren. In der in einem Truck aufgebauten virtuellen Schau begegneten Besucherinnen und Besucher den fünf jüdischen Zeitzeuginnen und -zeugen Ruth Winkelmann, Kurt Hillmann, Charlotte Knobloch, Inge Auerbacher und Leon Weintraub. Dies geschehe in einer realitätsnahen, immersiven Gesprächssituation, teilte das Brandenburg Museum in Potsdam am Dienstag mit.

Durch eine VR-Brille (Virtual Reality) erlebten sie die Überlebenden scheinbar »in echt« und können deren Berichte auf einer emotional tiefgehenden Ebene nachvollziehen. Die besondere Innovation der Ausstellung mit dem Titel »In Echt?« liege dabei in der Verknüpfung von historischer Erinnerung und moderner Technologie, die über herkömmliche digitale Archivierungen hinausgehe, so das Museum.

Tourauftakt am Brandenburger Tor

Der Tourauftakt der Ausstellung ist am Freitag am Brandenburger Tor in Berlin in Kooperation mit dem polnischen Pilecki-Institut. Der 8. Mai markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Er stehe bis heute für Befreiung, Erinnerung und Verantwortung, heißt es. Das Pilecki-Institut widmet sich der Erforschung und Vermittlung der Geschichte totalitärer Regime im 20. Jahrhundert.

Konzipiert wurde die mobile Ausstellung vom Brandenburg Museum gemeinsam mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Zu sehen war sie erstmals 2023 in Brandenburg. Vergangenes Jahr tourte sie zudem durch das Bundesgebiet. In diesem Jahr soll sie in Regionen gezeigt werden, die 2023 nicht erreicht wurden. epd

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