Berlin

Verfassungsschutz will über Antisemitismus aufklären

Foto: picture alliance / NurPhoto

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) will mit zwei neuen Veröffentlichungen zu verschiedenen Formen von Antisemitismus aufklären. Außerdem soll über von der Behörde als extremistisch eingeschätzte Formen der »Palästina-Solidarität« informiert werden. 

Auf seiner Website widmet der Nachrichtendienst den nicht religiös geprägten propalästinensischen Gruppierungen jetzt ein neues Unterkapitel. Darin heißt es: »Insbesondere in Berlin hat sich ein harter Kern gebildet, der sich zu einem relevanten Teil aus extremistischen Personen und Gruppierungen zusammensetzt.« Auf Pro-Palästina-Veranstaltungen komme es regelmäßig zu »Äußerungen oder Darstellungen mit antiisraelischen, teils auch antisemitischen Inhalten«.

Charakteristisch für den säkularen propalästinensischen Extremismus sei, dass Israels Politik und das Handeln der israelischen Sicherheitskräfte gegenüber der palästinensischen Bevölkerung bei den teils persönlich oder familiär betroffenen Anhängern teils starke negative Emotionen gegenüber Israel auslösten. Diese Gefühle würden »aufgrund der jüdischen Prägung Israels wiederum auf Jüdinnen und Juden insgesamt projiziert«.

Lesen Sie auch

»Jüdische Weltverschwörung«

Zu den Symbolen und Erkennungszeichen extremistischer Pro-Palästina-Aktivisten zählt der Verfassungsschutz unter die aufgeschnittene Wassermelone - wenn diese den Umriss des Staates Israel nachzeichnet. Auch die Parole »From the river to the sea, Palestine will be free« (gemeint ist vom Jordanfluss bis zum Mittelmeer) ist extremistisch, da sie eine Vernichtung Israels bedeutet.

Zu den Darstellungen und sprachlichen Bildern, die von Antisemiten unterschiedlicher Couleur verwendet werden, zählt das BfV in einer neuen 80-seitigen Broschüre etwa das Krake-Motiv. Das Tier stehe sinnbildlich für eine angebliche »jüdische Weltverschwörung«, heißt es in der Schrift, in der unter anderem rechte, linke und islamistische judenfeindliche Narrative analysiert werden. dpa/ja

Die BfV-Informationen zum säkularen propalästinensischem Terrorismus sind hier abrufbar.

Extremismus

Wagenknecht an Höcke: »Warum reden wir nicht mal?«

Seit Tagen liefern sich die BSW-Gründerin und der thüringische AfD-Chef ein Fernduell mit Vorschlägen und Provokationen. Jetzt legt Sahra Wagenknecht nach

 17.08.2026

Israel

Kushner wirbt bei Netanjahu für Gaza-Friedensplan

Trumps Schwiegersohn auf schwieriger Mission: Jared Kushner will einen Kompromiss ausloten, obwohl zwischen Israel und der Hamas bei den Verhandlungen über Gazas Zukunft noch eine tiefe Kluft liegt

 17.08.2026

Studie

AfD nutzt Anfragen zur Stimmungsmache

Kleine Anfragen sind ein Mittel, mit dem besonders Oppositionsparteien Regierungshandeln hinterfragen können. Eine Untersuchung zeigt, dass die AfD dabei eher auf Skandalisierung setzt

 17.08.2026

New York

UN ehrte offenbar getöteten Hamas-Kommandeur

Die Monitoringorganisation »UN Watch« übt heftige Kritik am UN-Generalsekretär António Guterres und an der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock

 17.08.2026

New York

Mann schlägt 63-jährige Synagogenbesucherin

Ein 46-jähriger drang am Freitag während des Schabbat-Gottesdienstes in eine Manhattaner Synagoge ein und randalierte dort

 17.08.2026

Nahost

US-Rahmenabkommen mit Iran läuft aus: Was hat es gebracht?

Die Vereinbarung mit dem Iran sollte den Krieg zu einem Ende bringen. Das Mitte Juni auf 60 Tage angelegte Abkommen hielt jedoch nicht lange. Hat US-Präsident Trump damit überhaupt etwas erreicht?

von Jürgen Bätz  17.08.2026

Terror

Iran bereitet sich auf Ausweitung des Krieges vor

Das Mullah-Regime soll während der 60-tägigen Frist eines mit Washington vereinbarten Memorandums für den Fall eines erneuten militärischen Konflikts vorgesorgt haben

 17.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Kairo

Jared Kushner führt Gespräche über Gaza in Ägypten

Der Schwiegersohn von US-Präsident Trump will in Ägypten Fortschritte im seit langem festgefahrenen Friedensplan für den Gazastreifen erzielen

 16.08.2026