Berlin

Verfahren eingestellt

Yehuda Teichtal, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Foto: dpa

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen die Beschuldigten im Fall der antisemitischen Attacke gegen den Berliner Gemeinderabbiner Yehuda Teichtal eingestellt.

Als Begründung heißt es in einem an den Anwalt des Rabbiners gerichteten Schreiben, dass die Beschuldigten die Tat bestreiten, es nicht möglich sei, die Täter wiederzuerkennen und unbeteiligte Zeugen nicht zur Verfügung stünden. Nach den Ermittlungen bestehe kein hinreichender Tatverdacht gegen die Beschuldigten.

Nach den Ermittlungen bestehe kein hinreichender Tatverdacht gegen die Beschuldigten.

reaktion Rabbiner Teichtal zeigte sich in einer ersten Reaktion entsetzt: »Mein Rechtsempfinden als Betroffener ist da wohl ein anderes als das der Staatsanwaltschaft.«

Vielleicht müsse man die rechtlichen Voraussetzungen ändern, damit solche Straftaten geahndet werden können, so Teichtal. »Das brauchen wir als Juden angesichts der drohenden antisemitischen Bedrohung, das braucht die gesamte Gesellschaft. Betonen möchte ich aber, dass ich mit meinen kritischen Anmerkungen nicht die Polizei meine, die in diesem Fall und im täglichen Schutz für uns eine hervorragende Arbeit leistet.«

Rabbiner Teichtal war am Abend des 29. Juli in Berlin-Wilmersdorf bespuckt und antisemitisch beleidigt worden, als er mit seinem Sohn nach dem Synagogengottesdienst auf dem Heimweg war.  ja

 

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