Schleswig-Holstein

Vandalismus an Synagogen-Mahnmal in Kiel sorgt für Entsetzen

Kristina Herbst (CDU), Landtagspräsidentin von Schleswig-Holstein Foto: picture alliance/dpa

Die schleswig-holsteinische Landtagspräsidentin Kristina Herbst hat die Verwüstung des Synagogen-Mahnmals in Kiel verurteilt. »Ich bin bestürzt über diesen Vandalismus an einem Ort des Gedenkens und der Mahnung«, erklärte sie am Montag in Kiel. Auch Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) und der Antisemitismus-Beauftragte Gerhard Ulrich äußerten sich bestürzt: »Dies ist kein harmloser Vorfall, dies ist vielleicht sogar eine neue Stufe der Eskalation«, erklärten beide.

Am Wochenende hatten Unbekannte das Mahnmal für die zerstörte Synagoge in der Kieler Goethestraße verwüstet. Dort abgestellte Kerzen, Blumen sowie weitere Gegenstände wurden vom Mahnmal entfernt, über den Gehweg verteilt und teilweise zertreten.

»Feiger Akt«

Es sei ein Ort geschändet worden, der für die schleswig-holsteinische Erinnerungskultur und das jüdische Leben in dem Bundesland von immenser Bedeutung sei, so Stenke und Ulrich. Auch mit Blick auf den Holocaustgedenktag am Mittwoch sei die Zerstörung zu verurteilen. Der feige Akt führe vor Augen, dass Judenfeindlichkeit allgegenwärtig sei. kna

Brandenburg

Cyberangriff auf Gedenkstätten

Immer wieder schädigen Ransomware-Attacken Behörden, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. In Brandenburg ist nun die Gedenkstätten-Stiftung betroffen

 11.08.2026

Medien

Geglaubt und geteilt

»Antisemitismus«, definierte Adorno, sei »das Gerücht über Juden«. Was ist dann dessen Verbreitung? Die ARD muss sich einer längst fälligen Debatte stellen

von Esther Schapira  11.08.2026

Gerichtsurteil

Behörde darf Verbeamtung wegen Nähe zu Muslimbruderschaft ablehnen

Die Klägerin arbeitet als Sachbearbeiterin bei der Karlsruher Ausländerbehörde. Das Gericht hat Zweifel an ihrer Verfassungstreue

 11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026

Österreich

Zwei Israelinnen in Wien vermisst

Die israelische Botschaft vor Ort bittet die Öffentlichkeit um Hilfe

 11.08.2026 Aktualisiert

Nordhessen

Vier Meter großes Hakenkreuz in Asphalt gebrannt

Die Polizei sucht nun nach den Täter, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

 11.08.2026

Nordrhein-Westfalen

Medienminister übt scharfe Kritik an Georg Restle und dem WDR

Nathaniel Liminiski (CDU): »Israel und das Judentum sind kein Freiwild für jeden Vorwurf, auch nicht für Journalisten«

 11.08.2026 Aktualisiert

Berlin

Neukölln verschärft Regeln: CDU-Politiker will bei Antisemitismus Gelder streichen

Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt will Förderbescheide mit strengeren Vorgaben versehen und bei Verstößen die Finanzierung von Projekten stoppen

 11.08.2026

Washington D.C.

Trump soll Bedrohung durch Iran mit Geheimflug aus der Türkei entgangen sein

Wie schafften es die Bewacher des Präsidenten, ihn unerkannt in eine kleinere Maschine zu bringen und nach London zu fliegen?

 11.08.2026