Die amerikanische Regierung hat sechs palästinensische Hilfsorganisationen im Gazastreifen beschuldigt, heimlich mit der Hamas verbunden zu sein. Betroffen sind Waed Society Gaza, Al-Nur Society Gaza, Kawafil Society Gaza, Al-Falah Society Gaza, Merciful Hands Gaza und Al-Salameh Society Gaza, wie das für die Aufsicht von Auslandsvermögen zuständige Büro im Finanzministerium in Washington mitteilte.
Den Organisationen wird vorgeworfen, nur vorzugeben, palästinensische Zivilisten medizinisch zu versorgen, während sie tatsächlich den militärischen Hamas-Arm unterstützten. Laut US-Finanzministerium entziehe diese Täuschung unschuldigen Menschen dringend benötigte Hilfe und leite internationale Spenden in den Dienst des Terrorismus um.
Auch die Volkskonferenz der Palästinenser im Ausland steht im Fokus. Sie werde offiziell als Vertretung aller Palästinenser präsentiert, werde aber »heimlich von der Hamas kontrolliert« und habe mehrere Hilfsflotten für Gaza unterstützt, hieß es in der Mitteilung.
Die US-Behörden planen demnach, Vermögenswerte mehrerer Personen einzufrieren. Belege für die Vorwürfe seien Dokumente, die nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Hamas-Büros im Gazastreifen sichergestellt worden seien. Die Organisationen selbst haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. dpa/ja