Auschwitz-Prozess

Urteil könnte bald fallen

Der Angeklagte Oskar Gröning im Gespräch mit seinem Anwalt Hans Holtermann Foto: dpa

Im Lüneburger Auschwitz-Prozess gegen Oskar Gröning könnte schon bald ein Urteil fallen. Bereits am Mittwoch kommender Woche könnten nach den Planungen des Lüneburger Landgerichts die Schlussvorträge der Staatsanwaltschaft, der Nebenkläger-Anwälte und der Verteidigung beginnen, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Zuvor wolle sich der 94-jährige Angeklagte noch einmal äußern.

Vernehmung Zudem soll die Auschwitz-Überlebende Irene Weiss vernommen werden. Die 84-Jährige war schon einmal im Mai aus den USA nach Lüneburg gereist, um in dem Prozess auszusagen. Wegen einer Erkrankung des Angeklagten kam es jedoch nicht dazu.

Der frühere SS-Mann Gröning muss sich wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen verantworten. Dem sogenannten Buchhalter von Auschwitz wird vorgeworfen, Spuren der Massentötung verwischt zu haben, indem er half, an der Bahnrampe in Auschwitz-Birkenau Gepäck wegzuschaffen.

Gröning hatte zum Auftakt des Prozesses am 21. April eine moralische Mitschuld bekannt, eine Beteiligung an den Taten aber abgestritten. epd

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