Live-Chat

Unterstützung bei antisemitischen Anfeindungen

Foto: imago images / onw-images

Ein neuer Live-Chat will Kindern und Jugendlichen helfen, die im Internet antisemitisch angefeindet werden. Dazu soll das Onlineportal »Be’Jachad-Gemeinsam.Gegen.Hass« eine erste Anlaufstelle sein, bei der Betroffene Hilfe im Umgang mit Antisemitismus erhalten können, wie das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) als Träger des Modellprojekts am Dienstag mitteilte.

Anonymität Um die Zielgruppe online zu erreichen, biete »Be’Jachad« einen Live-Chat als direkten, anonymen Kontaktkanal. Ein Chat ermögliche unmittelbare, präzise Reaktionen, sagte Projektleiter Tobias Rosin.

Was sonst einen langen E-Mail-Verkehr erfordere, könne jetzt oftmals in einer Chat-Session gelöst werden. »Es kann eine traumatische Erfahrung für eine junge Person sein, die auf der Suche nach Unterstützung ihren Mut zusammennimmt, um ihre Geschichte zu erzählen - und dann erst mal keine direkte Rückmeldung erhält. Der Chat ermöglicht uns, sofort zu reagieren«, so Rosin.

Was sonst einen langen E-Mail-Verkehr erfordert, kann jetzt oftmals in einer Chat-Session gelöst werden.

Hilfe Gefördert wird »Be’Jachad« vom Bundesfamilienministerium und »Demokratie leben«. Neben der anonymen Beratung könnten Betroffene mit Hilfe professioneller mediengestalterischer Anleitung des Projektteams Videoclips drehen oder ihre Erlebnisse in Artikeln oder musikalischen Darstellungsformen wie Gesang oder HipHop thematisieren und mit Hilfe der Internetplattform mit anderen Jugendlichen diskutieren, hieß es.

Dabei könnten sie sich mit bekannten Persönlichkeiten aus der Jugend- und Kulturszene wie Musikern und Schauspieler unterstützen lassen. epd

Geschichte

Historiker: Demjanjuk nicht mit »absoluter Sicherheit« identifiziert

Auf nun aufgetauchten Fotos aus dem Vernichtungslager Sobibor soll es sich doch nicht um den NS-Täter handeln

 20.01.2020

Josef Schuster

»Antisemitische Äußerungen salonfähiger geworden«

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland warnt vor erstarkendem Judenhass

 20.01.2020

Mirjam Wenzel

Erziehung zur Selbstreflexion

Die Deutschen sollten sich mehr mit »der Tradition des Schweigens und Verdrängens« in ihren Familien auseinandersetzen

 20.01.2020

Geschichte

Gedenken im Dreiländereck

Bayern, Österreich und Tschechien erinnern in diesem Jahr zum ersten Mal länderübergreifend an die Opfer der NS-Zeit. Einer der Hauptredner wird Zentralratspräsident Josef Schuster sein

 20.01.2020

Berlin

Israels Botschafter warnt: »Antisemitismus ist im Aufwind«

Jeremy Issacharoff sieht Gefahr von »global vernetzten Rechtsextremen«

 20.01.2020

Geschichte

Mehr Besucher in deutschen KZ-Gedenkstätten

Die großen KZ-Gedenkstätten verzeichnen im Jahr 2019 erneut mehr Besucher

 20.01.2020

IHRA

Allianz für die Erinnerung

Hohe Regierungsvertreter der International Holocaust Remembrance Alliance kamen zu einer Sondersitzung in Brüssel zusammen

von Michael Thadigsmann  20.01.2020

Schoa

Fotos von John Demjanjuk im Konzentrationslager Sobibor aufgetaucht

Der NS-Täter hatte bis zu seinem Tod geleugnet, in dem KZ Aufseher gewesen zu sein

 19.01.2020 Aktualisiert

Vorwürfe

Antisemitische Beleidigungen im Kanzleramt?

Ein aus dem Libanon stammender Jude berichtet, dass Kollegen in der Fahrbereitschaft ihn als »Judensau« beschimpften

 19.01.2020