Jüdische Gemeinde zu Halle

»Unsere Türen haben zum Glück gehalten«

Max Privorozki Foto: Blanka Weber

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Max Privorozki, ist überzeugt, dass sich der Angriff in Halle direkt gegen die Synagoge gerichtet hat.

Kamera »Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen«, sagte Privorozki als Augenzeuge der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten« (Donnerstag).

»Der Mann sah aus wie von einer Spezialeinheit«, sagte er. »Aber unsere Türen haben zum Glück gehalten.« Der oder die Täter hätten außerdem versucht, das Tor des danebenliegenden jüdischen Friedhofs aufzuschießen, sagte der Vorsitzende weiter.

Jom Kippur In der Synagoge, in der die Gemeinde zu diesem Zeitpunkt den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierte, seien die Menschen sehr geschockt gewesen.

Vor der Tür habe ein Todesopfer des Angreifers gelegen. »Wir haben die Türen von innen verbarrikadiert und auf die Polizei gewartet«, so Privorizki. »Inzwischen feiern wir weiter unseren Gottesdienst«, sagte er. Zu dem Zeitpunkt hätten sich zwischen 70 und 80 Menschen in der Synagoge befunden. kna

Antisemitismus

Judenhass oft »blinder Fleck«

Hanna Veiler sieht in ihrer Generation große Wissenslücken

 16.05.2022

Documenta

»Kunstfreiheit ist kein Freibrief für Antisemitismus«

Zentralratspräsident Schuster über die »documenta«-Debatte, ein Gespräch mit Kulturstaatsministerin Roth und über Antisemitismus in der Kulturszene

von David Kauschke  13.05.2022

Rechtsextremismus

Mehr als 100 Fälle pro Jahr in Sicherheitsbehörden

Innenministerin Nancy Faeser und Verfassungsschutzspräsident Haldenwang stellten Lagebericht vor

 13.05.2022

Frankfurt/Berlin

Lufthansa-Chef spricht mit Rabbiner und Zentralrat

Carsten Spohr und Yehuda Teichtal vereinbarten ein »gemeinsames Sensibilisierungstraining« für Mitarbeiter

 16.05.2022 Aktualisiert

Berlin

Polizei verbietet Anti-Israel-Demonstrationen

Es bestehe unmittelbare Gefahr, dass es dabei zu antisemitischen Ausrufen, Gewaltverherrlichung und Gewalt komme

 12.05.2022

JFDA

Auszeichnung für Berliner Jüdisches Forum gegen Antisemitismus

Für ihr Engagement gegen Judenhass wurde der Organisation der Simon-Wiesenthal-Preis verliehen

 12.05.2022

Berlin

Internationale Vernetzung im Kampf gegen Rechtsextremismus

Vertreter von Ministerien und Sicherheitsbehörden aus rund 40 Staaten bei Konferenz – darunter auch Israel

 12.05.2022

Essen

Reul: Polizei verhinderte wahrscheinlich »Albtraum« an Schule

Bei dem festgenommenen 16-Jährigen wurden SS-Runen sowie rechtsextreme und antisemitische Schriftstücke gefunden

 12.05.2022

Antisemitismus

Leutheusser-Schnarrenberger soll Beauftragte bleiben

Die FDP-Politikerin war vor dreieinhalb Jahren für das Amt in Nordrhein-Westfalen berufen worden

von Michael Thaidigsmann  12.05.2022