Dokumentation

»Unsere Republik entscheidend geprägt«

Zahlreiche Spitzenpolitiker haben am Sonntag das 70-jährige Bestehen des Zentralrats der Juden in Deutschland gewürdigt. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, erklärte im Namen der Bundesregierung: »Dank und herzlichen Glückwunsch dem Zentralrat der Juden zu seinem 70-jährigen Bestehen! Jüdisches Leben in seiner Vielfalt ist ein wichtiger Bestandteil lebendiger Kultur in Deutschland, dazu trägt der Zentralrat maßgeblich bei.«

Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb am Sonntag auf Twitter: »Dass wieder jüdisches Leben in unserem Land gewachsen ist, begreifen wir als unverdientes Geschenk.« Er fügte hinzu: »Gemeinsam stehen wir auf gegen Antisemitismus – immer und überall.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erklärte, die Gründung des Zentralrats 1950 sei »Sinnbild des Wiederaufbaus jüdischen Lebens nach 1945«: »Sein Mitwirken an den gesellschaftlichen Debatten hat unsere Republik entscheidend geprägt.«

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstrich: »Der Zentralrat der Juden ist ein wichtiger Partner für interreligiösen Dialog. Jüdisches Leben ist Teil unserer kulturellen Identität. Antisemitismus, Anfeindungen und Beleidigungen haben keinen Platz in Deutschland. Das ist unsere historische Verantwortung.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärte in einem an Zentralratspräsident Josef Schuster gerichteten Schreiben: »Der Zentralrat der Juden ist eine bedeutsame Stimme, die gebraucht und die gehört wird. Ich bin sehr dankbar, dass sich jüdisches Leben in Deutschland in seiner ganzen Vielfalt in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat.«

FDP-Parteichef Christian Lindner teilte mit: »Seit 70 Jahren sorgt der Zentralrat der Juden dafür, jüdisches Leben in Deutschland zu verankern und wahrnehmbar zu machen. Die Bekämpfung des Antisemitismus ist unser aller Verantwortung.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Sein Parteikollege, der religionspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Benjamin Strasser, würdigte den Zentralrat als einen »wichtigen Impulsgeber« in öffentlichen Debatten. Der Zentralrat habe maßgeblich dafür gesorgt, »dass jüdisches Leben wieder in Deutschland verankert und wahrnehmbar geworden ist«.

Strasser betonte, es sei allerdings »beschämend«, dass der Zentralrat seit Jahren wieder vermehrt vor Antisemitismus in der Gesellschaft warnen müsse. »Nach einem Anstieg der antisemitischen Straftaten und dem Anschlag auf die Synagoge in Halle verbietet es sich, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Juden dürfen in unserem Land nie wieder Angst um Leib und Leben haben.« Die Bekämpfung des Antisemitismus erfordere Konsequenz und Verbündete.

Hessens Ministerpräsident und CDU-Vizeparteichef Volker Bouffier sagte: »Gerade in einer Zeit, wo Hass und Hetze wieder Konjunktur hat, ist es wichtig, dass sich die Stimme des Zentralrats lautstark erhebt und entschieden gegen diese Entwicklungen vorgeht.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU, gratulierte ebenfalls: »Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag! Der Zentralrat der Juden ist eine hörbare Stimme für das jüdische Leben in Deutschland. Gerade in diesen Zeiten gilt: Gemeinsam wachsam sein!«

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich schrieb an den Zentralrat: »Alles Gute und Mazal Tov zum 70. Geburtstag. Jüdisches Leben in Deutschland ist großes Glück und eine historische Gnade. Unsere Verpflichtung bleibt, stets gemeinsam unsere Stimme vehement und eindringlich gegen Antisemitismus zu erheben.« ja

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wiesbaden

Hessen verbietet Verein Palästina e.V.

Sechs Objekte durchsucht, 35 Polizisten im Einsatz: Mit diesem Vereinsverbot geht Hessens Innenministerium gegen antisemitische Propaganda vor

 18.08.2026

Portugal

Staatsanwaltschaft soll Antisemitismus-Vorwürfe an Universität Coimbra untersuchen

Auch auf dem Campus im Coimbra wird offenbar antisemitische Propaganda verbreitet. Ein jüdischer Student soll Todesdrohungen erhalten haben

 18.08.2026

Berlin

Der Senat fördert seit Jahren Islamismus-nahes Seelsorge-Projekt

Am Projekt »Muslimisches Seelsorge Telefon« ist mit »Islamic Relief« eine Organisation beteiligt, bei der das Bundesamt für Verfassungsschutz personelle Verflechtungen zur Muslimbruderschaft sieht

von Ralf Fischer  18.08.2026

Berlin

CDU-Außenpolitiker fordert EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir

Immer wieder schockiert Israels Polizeiminister Ben-Gvir. Jetzt hat er zu mehr gezielten Tötungen in Gaza aufgerufen, nicht nur bei unmittelbarer Gefahr. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, fordert Konsequenzen

 18.08.2026

Sachsen-Anhalt

Prominente unterstützen Kampagne gegen AfD-Alleinregierung

Mit Plakaten und einer Bustour will ein Bündnis auf die Folgen einer AfD-geführten Regierung aufmerksam machen. Welche Prominenten die Kampagne unterstützen und was geplant ist

 18.08.2026

Nahost

Trump droht Oman mit Angriff

Der Präsident wird erneut vulgär: »Wenn Oman im Weg steht, werden wir die Scheiße aus ihnen herausbomben«, erklärt er

 18.08.2026

Moskau

Russischer Oppositioneller Schlosberg zu elf Jahren Haft verurteilt

Wie begründet die russische Justiz dieses Urteil?

 18.08.2026

FU Berlin

Jüdischer Student legt Berufung ein

Lahav Shapira verlangt, dass seine Hochschule jüdische Studierende vor Diskriminierung schützen muss. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte die Klage gegen die Freie Universität abgewiesen

von Mascha Malburg  18.08.2026

Extremismus

Wagenknecht an Höcke: »Warum reden wir nicht mal?«

Seit Tagen liefern sich die BSW-Gründerin und der thüringische AfD-Chef ein Fernduell mit Vorschlägen und Provokationen. Jetzt legt Sahra Wagenknecht nach

 17.08.2026