Meinung

Unsere Promis

Die gute Nachricht für alle jüdischen Namedropper: Chelsea Clinton hat vergangenes Wochenende einen Sohn Israels geheiratet – den Investmentbanker Marc Mezvinsky. Die schlechte Nachricht lautet: Zum Judentum konvertiert ist die Tochter des Expräsidenten und der aktuellen Außenministerin der USA nicht. Der Rabbi, der bei der Trauung den Segen sprach, musste sich die Ehre mit einem methodistischen Pastor teilen. Macht nichts. Wenn es um das Reklamieren von Promis für den eigenen Stamm geht, sind der jüdischen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Angelina Jolie ist auch keine Jüdin, aber der Gynäkologe, der 2008 ihre Zwillinge zur Welt brachte, hieß Dr. Sussman, was viele jüdische Medien damals mit großem Stolz vermeldet haben. So betrachtet ist Chelsea – Methodistin hin oder her – eine von uns. Zumal wir aktuell dringenden Promi-Ersatz-Bedarf haben. Eine von Amerikas bekanntesten jüdischen Persönlichkeiten, der Serienmörder David Berkowitz, alias »Son of Sam«, hat sich neulich im Knast taufen lassen.

Deutschland

Köln richtet Anlaufstelle für Opfer von Antisemitismus ein

Die Einrichtung wird an das NS-Dokumentationszentrum angedockt

 22.11.2019

Hannover

Polizei verbietet NPD-Demo gegen Journalisten

Die Kundgebung gefährdet die öffentliche Sicherheit, erklären die Sicherheitsbeamten

 22.11.2019

Weimar

36-Jähriger bespuckt Bild eines KZ-Überlebenden

Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung, Beleidigung und politisch motivierter Sachbeschädigung

 21.11.2019

Einspruch

Entfremdung schadet nur

Jeremy Issacharoff will, dass die EU zum Dialog zurückfindet, statt auf De-facto-Boykotte zu setzen

von Jeremy Issacharoff  21.11.2019

Rechtsextremismus

»Ich werde weitermachen«

Julian Feldmann über rechte Drohungen gegen Journalisten, den Wert von Solidarität und eine Demo gegen ihn

von Martin Krauss  21.11.2019

Nachrichten

AfD und NPD, Gedenkstein und Stolperstein

Meldungen aus Politik

 21.11.2019