Berlin

»Unsagbares Geschenk«

Bundesaußenminister Heiko Maas (r.) bei seinem Antrittsbesuch in Jerusalem im März mit Israels Premier Benjamin Netanjahu Foto: Flash 90

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat zum 70-jährigen Bestehen Israels die Beziehungen beider Länder gewürdigt. »Dass Deutsche heute mitfeiern dürfen, wenn Israel Geburtstag hat, ist für uns ein unsagbares Geschenk«, schreibt Maas in einem Gastbeitrag für die »Bild«-Zeitung (Montag). Beide Staaten und Gesellschaften verbinde 73 Jahre nach der Schoa eine wirkliche Freundschaft. »Dafür können wir jeden Tag unendlich dankbar sein.«

sicherheit Die Freundschaft zwischen beiden Ländern schließe gegenseitige Kritik nicht aus, schreibt Maas. »Über all dem steht allerdings: Für die Sicherheit Israels und gegen Antisemitismus einzustehen, muss für immer zur Identität unseres Landes gehören.« Deutschlands Verantwortung dafür, jüdisches Leben zu schützen, ende nie. »Es darf keine Toleranz geben für alle, die unsere Gesellschaft spalten wollen anhand von Religion oder auch Hautfarbe, Rasse oder Herkunft«, betonte der Außenminister.

Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 vom späteren Regierungschef David Ben Gurion in Tel Aviv ausgerufen. Nach jüdischem Kalender fiel der Unabhängigkeitstag in diesem Jahr auf den 19. April. epd

Meinung

Warum Hessens Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist

Die Landesregierung will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen. Mit einer veränderten Begründung und anderen leichten Modifikationen wäre der umstrittene Entwurf grundgesetzkonform

von Fiete Kalscheuer  01.07.2026

Extremismus-Bericht

Auschwitz Komitee macht AfD für gestiegenen Rechtsextremismus verantwortlich

Die Zahl der Extremisten in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz weiter gestiegen. Dafür macht das Komitee vor allem die AfD verantwortlich

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportlerinnen und Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Berufung

Hamburg hat wieder eine Beauftragte gegen Antisemitismus

Nach Monaten der Vakanz ist das Amt wieder besetzt: Anna von Villiez wird Hamburgs neue Beauftragte gegen Antisemitismus. Ein Rechtsstreit hatte die Auswahl verzögert

von Michael Althaus  30.06.2026

Kommentar

Für Islamisten existiert kein Kindeswohl

In glühender Hitze wurden Kinder von Islamisten gefesselt durch Berlin geführt. Dass so etwas mitten in der Hauptstadt geschehen kann, ist die Folge einer fehlgeleiteten Migrationspolitik

 30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Interview

»Soziale Medien sind Brandbeschleuniger für Judenhass«

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus, wechselt nach Paris. Am Dienstagabend zog er auf einem Podium in Berlin Bilanz. Im Interview blickt er zusätzlich auch auf Persönliches

von Leticia Witte  30.06.2026