Berlin

»Unglaublicher Blödsinn«

Anti-Corona-Demonstration in der Frankfurter Innenstadt Foto: imago

Der Berliner Extremismusforscher Uffa Jensen hat die Verwendung von »Judensternen« mit der Aufschrift »Ungeimpft« und andere Holocaust-Bezüge auf Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen als unglaublichen Blödsinn kritisiert.

»Ich sah vor Kurzem ein Bild, wo der Virologe Christian Drosten mit dem Nazi-Schlächter Josef Mengele gleichgesetzt wurde«, sagte Jensen der Tageszeitung »Neues Deutschland« (Samstag). Dies sei »Verharmlosung des Holocaust, eine extreme Beleidigung und wahrscheinlich strafbar«.

OPFER Durch den sogenannten Judenstern stilisierten sich die Demonstranten zum ultimativen Opfer, »das künftig das Unrecht erleiden könnte, geimpft und damit körperlich verletzt zu werden«. Dies legitimiere zum vorauseilenden Zorn gegen die Schuldigen. »So soll ein politisch potentes Gefühl produziert werden«, sagte der stellvertretende Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung.

Zugleich betonte Jensen, diese Demonstrationen seien erlaubt und für eine Demokratie wichtig: »Und dafür ist nicht relevant, ob ich mit den Inhalten einverstanden bin. Wir sollten Protest immer auch als ein drängendes Verlangen nach Debatten auffassen«, so der Extremismusforscher. epd

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026

München

Proiranische Terror-Gruppe reklamiert Anschlag auf Restaurant für sich

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist ein Bekennervideo der schiitischen Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia Gegenstand laufender Ermittlungen

 17.04.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft geht in Revision im Prozess gegen Mustafa A.

Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Angriff auf Lahav Shapira von einer antisemitischen Gewalttat aus. Der Täter bestreitet dies und erreicht im Berufungsprozess eine geringere Strafe. Beendet ist der Fall damit nicht

 17.04.2026

New York

New Yorks First Lady entschuldigt sich für antisemitische Social-Media-Beiträge

Als Jugendliche hatte Rama Duwaji etwa die Flugzeugentführerin Leila Khaled gelobt und behauptet, Tel Aviv hätte nie existieren dürfen

 17.04.2026