Rügen

Unbekannte verunstalten 18 Stolpersteine

Foto: imago images/U. J. Alexander

Unbekannte haben in zwei Orten auf der Insel Rügen Stolpersteine beschmiert, die an Opfer des Naziregimes erinnern. Wie die Polizei mitteilte, wurden 15 Steine in Sassnitz und drei in Garz auf Rügen mit brauner und schwarzer Farbe beschmiert.

Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz habe die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Sachbeschädigung übernommen. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang. Als Tatzeitraum gilt Sonntagnachmittag bis Montagvormittag.

Stolpersteine sind Pflastersteine, auf denen eine Messingtafel angebracht ist, auf der Lebensdaten von Juden und anderen Opfern der NS-Machthaber eingraviert sind.

Sie wurden vom Künstler Gunter Demnig entworfen und werden in der Regel vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Opfer ins Pflaster eingelassen. Solche Gedenksteine liegen inzwischen in 1265 Kommunen Deutschlands und in 21 europäischen Ländern. dpa

Justiz

Nebenklagevertreter gegen Bewährungsstrafe

Die frühere Sekretärin im KZ Stutthof soll sich der Beihilfe zum Mord in mehr als 10.000 Fällen schuldig gemacht haben

 05.12.2022

Perspektive

Missverständnis auf mehreren Ebenen

Droht eine Einschränkung der Kunstfreiheit? Unser Autor analysiert die Debatte über Antisemitismus und Kultur

von Samuel Salzborn  03.12.2022

Haushalt

Widerstand aus Bundesländern gegen Härtefallfonds

Bund und Länder streiten über Finanzierung der Hilfen für jüdische Kontingentflüchtlinge

 03.12.2022

Schleswig-Holstein

Beauftragter für Antisemitismus in der Kritik

Gerhard Ulrich wird vorgeworfen, in der Vergangenheit einseitig gegen Israel Stellung bezogen zu haben

von Joshua Schultheis  02.12.2022

Karlsruhe

Bundesanwaltschaft ermittelt zu Synagogen-Anschlägen

Details zu Hintergründen noch nicht benannt – »Bedrohungslage« gegen Zentralratspräsident Josef Schuster

 03.12.2022 Aktualisiert

Sachsen

»Als Richter nicht mehr tragbar«

Urteil des Leipziger Dienstgerichts zu dem als rechtsextrem eingestuften früheren AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier

 02.12.2022

New York

UN-Vollversammlung für »Nakba«-Gedenkfeier

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen bezeichnete den Beschluss als »beschämend«

 01.12.2022

Nordrhein-Westfalen

Polizeipräsenz vor jüdischen Einrichtungen erhöht

Innenministerium: »Aufgrund der Gesamtentwicklung« Schutzmaßnahmen »landesweit angepasst«

 01.12.2022

Einspruch

Teil der Erinnerungskultur

Alexander Friedman sieht Putins Krieg gegen die Ukraine als Fortsetzung des Holodomor

von Alexander Friedman  01.12.2022