Berlin

Um Juden zu schützen: Letzte Generation setzt Proteste aus

Mitglieder der Letzten Generation protestieren gegen die Regierung, blockieren aber stets die Bewohner Berlins und anderer Städte. Foto: picture alliance/dpa

Wegen befürchteter Gewaltakte gegen Juden in Deutschland wollen die Klimaaktivisten der Letzten Generation an diesem Freitag ihre Proteste aussetzen.

Auf der Plattform X teilten sie am Donnerstagabend mit: »Tief bestürzt über die Aufrufe, morgen weltweit Angriffe auf Jüd:innen zu verüben, wollen wir keine Polizeikräfte binden, die erwartbar gebraucht werden, um Leben zu schützen. Wir haben die Polizei darüber informiert.«

Der Zentralrat der Juden hatte mitgeteilt, seit Mittwoch kursierten in sozialen Netzwerken Aufforderungen zu Gewalttaten gegen jüdische Einrichtungen am Freitag. Die Drohungen seien nicht verifiziert, doch könnte es Trittbrettfahrer oder Einzeltäter geben. »Es besteht eine abstrakt erhöhte Gefährdungslage«, erklärte der Zentralrat. »Wir sind im ständigen Austausch mit den Sicherheitsbehörden, die die Sicherheitslage für Juden in Deutschland sehr ernst nehmen.«

Hintergrund sind der Terrorangriff der Islamistenorganisation Hamas auf Israel und die militärische Reaktion des attackierten Landes, insbesondere die Luftangriffe auf den von Palästinensern besiedelten Gazastreifen, um Israels Bürger zu schützen. Einige pro-palästinensische Demonstranten in Deutschland hatten den Hamas-Angriff mit 1300 Toten bejubelt. Für diesen Freitag hat die Hamas Muslime weltweit zu Unterstützungsaktionen aufgerufen. dpa

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