Mar-a-Lago

Trump will Kushner Senior zum Botschafter in Paris machen

Charles Kushner im Juli 2022 bei der Beerdigung von Donald Trumps früherer Ehefrau Ivana Trump Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der zukünftige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald J. Trump, will Charles Kushner zum US-Botschafter in Frankreich machen. Der jüdische Geschäftsmann ist der Vater von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der Trump in seiner ersten Amtszeit beraten hatte.

Charles Kushner eine weitere Personalie, deren Bestätigung durch den Senat nicht gesetzt ist, denn seine Historie ist zum Teil problematisch. Der heute 70-Jährige gründete 1985 mit seinem Vater eine Immobiliengesellschaft im Bundesstaat New Jersey, der bereits zur Jahrtausendwende 25.000 Wohnungen gehörten.

Im Jahr 2005 wurde Charles Kushner wegen Steuerbetrugs zu zwei Jahren Haft verurteilt. Es ging um Falschangaben auf Steuerunterlagen und eine Falschaussage vor der Bundeswahlkommission, einer Behörde, die für die Wahlkampffinanzierung zuständig ist.

Racheaktion gegen Schwager

Mit einer Racheaktion traf er seinen Schwager. Letzterer hatte zuvor als Zeuge in dem Steuer-Fall mit den Behörden kooperiert. Charles Kushner bezahlte einer Prostituierten 25.000 Dollar dafür, den Schwager zu verführen. Aufnahmen dieser sexuellen Zusammenkunft wurden an die Ehefrau, Kushners Schwester, geschickt. Auch aufgrund dieser Aktion wurde er damals verurteilt.

Lesen Sie auch

Chris Christie, der frühere Gouverneur von New Jersey, war zuvor der Chefankläger im Fall Kushner gewesen. Er sagte in einem Interview im Jahr 2019, es habe sich um »eines der abscheulichsten, widerlichsten Verbrechen« gehandelt, die er verfolgt habe. Christie warf Jared Kushner vor, ihn aus dem »inner circle«, also dem inneren Kreis um Donald Trump verdrängt zu haben. Im kürzlich zu Ende gegangenen Präsidentschaftswahlkampf wurde Christie einer der lautesten Trump-Kritiker.

Trump selbst bezeichnete Charles Kushner, seinen Wunschkandidaten für das Amt des Botschafters in Paris, auf seinem sozialen Medium »Truth Social« als »großartigen Wirtschaftsführer, Philanthrop und Geschäftsmann«. Trump und Kushner sollen Berichten zufolge gemeinsame Immobilien-Deals eingetütet haben, bevor ihre Kinder Jared Kushner und Ivanka Trump 2009 heirateten.

Jared Kushner, der Junior, erklärte unlängst, er wolle nicht für die zweite Trump-Regierung tätig sein. Stattdessen werde er sich auf seine Geschäfte konzentrieren. im

Berlin

»Yalla Intifada«: Gewaltaufruf bei Veranstaltung der Linken Neukölln

Bei einer Wahlkampfkundgebung der Linkspartei in Berlin-Neukölln performte der umstrittene Rapper Dahabflex. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp distanziert sich von dessen Auftritt

 30.08.2026

Querfurt

AfD-Politiker verteidigt russische Armeetasse im Büro

Der AfD-Politiker Tillschneider empfängt einen Journalisten in seinem Wahlkreisbüro. Dort gerät eine Tasse mit rotem Stern in den Blick. Der Politiker will eine Veröffentlichung verhindern? Warum?

 30.08.2026

Förderung

Prien: Hohe Beteiligung bei »Demokratie leben!«

Für den Umbau des Förderprogramms hat die Familienministerin viel Kritik eingesteckt. Doch die CDU-Politikerin sieht sich bestätigt. Zugleich sagt sie: »Ich habe verstanden«

 30.08.2026

Iran-Krieg

Chamenei wirbt für gemeinsame Front gegen USA und Israel

Irans oberster Führer fordert die muslimischen Staaten auf, sich gegen die USA und Israel zu verbünden. Dazu wendet er sich mit einer seltenen Nachricht an die Öffentlichkeit

 30.08.2026

Berlin

Insa-Umfrage: AfD in Sonntagsfrage weiter vorn

Stünde jetzt eine Bundestagswahl an, entschiede sich nur knapp jeder dritte Wähler für eine der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD. Vorn liegt unverändert eine andere politische Kraft

 30.08.2026

Ina Czyborra

Berlin

Kein Antisemitismusbeauftragter vor der Abgeordnetenhauswahl

Das Auswahlverfahren für eine Ansprechperson an Hochschulen der Bundeshauptstadt ist vorerst gescheitert

 28.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Interim

Christoph de Vries übernimmt zeitweise Amt von Felix Klein

Der langjährige Antisemitismusbeauftragte Felix Klein wechselt als deutscher Vertreter zur OECD nach Paris. Bis seine Nachfolge geklärt ist, übernimmt der Parlamentarische Staatssekretär seine Aufgaben

von Anna Mertens  28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026