Terror

»Tiefstes Mitgefühl«

Blumen vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München Foto: dpa

Nach dem Amoklauf in München sowie den Anschlägen in Reutlingen und Ansbach am vergangenen Wochenende hat der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen. »Wir wünschen den Verletzten baldige Genesung; den Familien der Menschen, die ums Leben gekommen sind, Kraft und Trost in diesen dunklen Stunden.«

Dank sprach Schuster der Polizei und den Rettungskräften für ihren mutigen und umsichtigen Einsatz aus. »Die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt der Bürger an diesem Wochenende waren beeindruckend. Das ist ein Trost angesichts der schockierenden Vorfälle.«

Konsequenzen Die schnelle Abfolge dieser schrecklichen Ereignisse habe alle betroffen und sicherlich auch in gewissem Sinne ratlos gemacht, so Schuster weiter. Es sei deutlich geworden, dass solche Taten nicht nur auf Großstädte oder Großereignisse beschränkt sind. »Welche rechtlichen Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen werden müssen, sollen andere beurteilen. Ich denke aber, dass wir auch im Alltag umdenken müssen.«

In Israel sei zu beobachten, dass vor dem Besuch öffentlicher Einrichtungen wie etwa Einkaufszentren jeder Besucher überprüft werde, auch seien Flughäfen stärker gesichert als in Deutschland. Jeder Israeli reagiere sofort, wenn er irgendwo ein herrenloses Gepäckstück sieht. »Ich vermute, dass wir uns in Deutschland und auch in anderen europäischen Ländern in eine ähnliche Richtung entwickeln werden, ob uns das gefällt oder nicht. Auf dem Gebiet der Sicherheit können wir viel von Israel lernen«, sagte der Zentralratspräsident. ja

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