Terror

»Tiefstes Mitgefühl«

Blumen vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München Foto: dpa

Nach dem Amoklauf in München sowie den Anschlägen in Reutlingen und Ansbach am vergangenen Wochenende hat der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen. »Wir wünschen den Verletzten baldige Genesung; den Familien der Menschen, die ums Leben gekommen sind, Kraft und Trost in diesen dunklen Stunden.«

Dank sprach Schuster der Polizei und den Rettungskräften für ihren mutigen und umsichtigen Einsatz aus. »Die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt der Bürger an diesem Wochenende waren beeindruckend. Das ist ein Trost angesichts der schockierenden Vorfälle.«

Konsequenzen Die schnelle Abfolge dieser schrecklichen Ereignisse habe alle betroffen und sicherlich auch in gewissem Sinne ratlos gemacht, so Schuster weiter. Es sei deutlich geworden, dass solche Taten nicht nur auf Großstädte oder Großereignisse beschränkt sind. »Welche rechtlichen Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen werden müssen, sollen andere beurteilen. Ich denke aber, dass wir auch im Alltag umdenken müssen.«

In Israel sei zu beobachten, dass vor dem Besuch öffentlicher Einrichtungen wie etwa Einkaufszentren jeder Besucher überprüft werde, auch seien Flughäfen stärker gesichert als in Deutschland. Jeder Israeli reagiere sofort, wenn er irgendwo ein herrenloses Gepäckstück sieht. »Ich vermute, dass wir uns in Deutschland und auch in anderen europäischen Ländern in eine ähnliche Richtung entwickeln werden, ob uns das gefällt oder nicht. Auf dem Gebiet der Sicherheit können wir viel von Israel lernen«, sagte der Zentralratspräsident. ja

Meinung

Liebe Politiker, habt ihr nur warme Worte im Angebot?

Das CDU-Präsidium hat einen Beschluss zum Schutz jüdischen Lebens gefasst. Er ist gut gemeint, aber nicht wirklich überzeugend

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Teheran

Iran prüft US-Vorschlag

In den Streitigkeiten um die Straße von Hormus und die fragile Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA gehen diplomatische Bemühungen weiter. Jetzt meldet sich Irans Außenamtssprecher

 06.05.2026

Berlin

Berliner Holocaust-Mahnmal beschmiert

Wieder ist ein antisemitischer Schriftzug in Berlin aufgetaucht. Dieses Mal traf es das Holocaust-Mahnmal

 06.05.2026

Analyse

»Kill all Jews« - Neue und alte Bedrohungen für Juden - Terrorexperte erwartet härtere Anschläge

Fast täglich konnte man zuletzt Nachrichten über Attacken und Hass gegen Juden in Europa lesen - nicht nur, aber auch im Zusammenhang mit Gruppen, die in Verbindung zum Iran stehen. Was das mit Betroffenen macht

von Leticia Witte und Christoph Schmidt  06.05.2026

München

Bayern: Zahl antisemitischer Vorfälle bleibt auf Rekordhoch

»Antisemitische Ausdrucksformen wurden enthemmter, bedrohlicher und direkter«, sagt Annette Seidel-Arpacı, die Leiterin von RIAS Bayern

 06.05.2026

Washington/Teheran

Bericht: USA und Iran nähern sich Vereinbarung zur Beendigung des Krieges

Kern der laufenden Gespräche ist ein auf einer einzigen Seite untergebrachtes, knappes Memorandum, das auf wenigen Punkten basieren soll

 06.05.2026

Berlin

Hubig besorgt über Zulauf zu militanten Rechtsextremisten

In mehreren Bundesländern laufen Durchsuchungen gegen Rechtsextremisten. Was die Bundesjustizministerin dazu sagt

 06.05.2026

New York

USA unterstützen UN-Resolution zu möglichen Iran-Sanktionen

Dem Regime in Teheran werden in einem von den USA unterstützten Entwurf »wirksame Maßnahmen entsprechend der Schwere der Lage, einschließlich Sanktionen« angedroht

 06.05.2026

Washington D.C.

Trump stoppt Marineeinsatz in der Straße von Hormus

Der Präsident begründet dies mit angeblichen Fortschritten in Gesprächen mit Teheran über ein Abkommen. Außenminister Rubio hatte zuvor dagegen erklärt, das »Project Freedom« stelle nun den Schwerpunkt dar

 06.05.2026