Berlin

Terrorbefürworter besprühen Bankfilialen mit Parolen

Die Santander-Bank an der Frankfurter Allee wurde ebenfalls von Terrorunterstützern besprüht. Foto: Patricia Sholl Foto: Patricia Sholl

Berlin

Terrorbefürworter besprühen Bankfilialen mit Parolen

Jeweils eine Filiale der Deutschen Bank und von Santander sind betroffen

von Imanuel Marcus  29.11.2024 12:39 Uhr

In Berlin haben Unterstützer des palästinensischen Terrors gegen Israel zwei Bankfilialen mit roter Farbe beschmiert. Sie hinterließen rote Dreiecke, die für eine Markierung von Juden stehen, die getötet werden sollen, sowie Terrorparolen.

»Deutschland finanziert, Israel bombardiert«, eine beliebte Parole bei Israelhassern, wurde auf die Fassade und die Fenster der Deutschen Bank in der Müllerstraße gesprayt. »Free Palestine« war dort ebenfalls zu lesen. Die rote Farbe beschädigte auch den Bürgersteig vor dem Geldinstitut und den Boden im Innenraum.

An der Santander-Filiale in der Frankfurter Allee, Ecke Jungstraße, im Berliner Stadtteil Friedrichshain stand in großen, roten Lettern »Stop Genocide«. Zwei rote Hamas-Dreiecke wurden daneben auf ein Fenster gesprüht.

Lesen Sie auch

Im Gegensatz zum immer wieder erhobenen Vorwurf des Genozids geht Israel in Gaza gegen Terrorgruppen wie die Hamas und den Islamischen Dschihad vor, nicht aber gegen die Zivilbevölkerung. Zu den Kriegszielen Israels gehören ein Ende des Terrors, eine Verhinderung bereits angekündigter, weiterer Massaker und eine Befreiung von mindestens 97 Geiseln, die weiterhin von Terroristen festgehalten werden.

Ein Sprecher der Berliner Polizei erklärte gegenüber der Jüdischen Allgemeinen, die durch die gesprayten Parolen angerichtete Sachbeschädigung an den beiden Banken sei jeweils am Donnerstagfrüh gemeldet worden.

In den vergangenen Wochen hatten Unterstützer des Terrors gegen den jüdischen Staat auch das Willy-Brandt-Haus der SPD, die Zentrale der Zeitung »Tagesspiegel« und Mauern im Neuköllner Körnerpark mit Terrorparolen verunstaltet.

Gholam-Hossein Mohseni-Ejei

Menschenrechte

Iran richtet drei weitere Männer nach Massenprotesten hin

Die Proteste gegen die iranische Führung im Winter wurden gewaltsam niedergeschlagen – nun werden drei weitere Demonstranten hingerichtet. Menschenrechtler kritisieren das Vorgehen scharf

 08.11.2026

Constantin Schreiber

Wahl des Staatsoberhaupts

Constantin Schreiber kündigt eigenen Präsidenten-Kandidaten an

Das BSW schickt den früheren »Tagesschau«-Sprecher in die Bundesversammlung, doch der sieht politisch keine Gemeinsamkeiten mit der Partei. Was ihn trotzdem dazu bewegt, die Nominierung anzunehmen

 08.11.2026

Vanessa Emde

Regierungsbildung in Berlin

Linke-Abgeordnete Emde muss über Mandatsverzicht entscheiden

Die Linke in Berlin erhöht den Druck auf ihre umstrittene Abgeordnete Vanessa Emde. Sie soll ihr Mandat zurückgeben, fordert die Parteiführung. Nun liegt der Ball bei der Neuköllner Politikerin

 08.11.2026

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Iran-Krieg

Berichte: Explosionen in Gheschm und Dschask im Iran

Immer wieder gab es Spekulationen, dass die USA und Israel nach den Midterms erneut den Iran angreifen könnten. Die Ursache der Explosionen ist bisher unklar

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Interview

»Ich bezweifle, dass Claudia Roth es ernst meint mit dem Kampf gegen Antisemitismus«

JSUD-Präsident Ron Dekel geht mit der Grünen-Politikerin hart ins Gericht und wirft ihr vor, antisemitische Narrative salonfähig zu machen

von Michael Thaidigsmann  06.11.2026