Meinung

Terror, der von innen kommt

London, na klar. Paris, kommt sehr wohl infrage. Berlin, gut vorstellbar. Aber Stockholm? So richtig mag es auf den ersten Blick nicht einleuchten, warum der Selbstmordattentäter Taimour Abdulwahab in Schwedens Hauptstadt ein Massaker anrichten wollte. Das nordeuropäische Land gilt unter militanten Islamisten als unbedeutend im Vergleich zu Großbritannien, Frankreich oder auch Deutschland. Dennoch hat wohl nur das vorzeitige Explodieren eines Sprengkörpers Schlimmeres verhütet. Den gebürtigen Iraker kümmerte wenig, dass Schweden unter Dschihadisten keineswegs als Top-Ziel gilt und das Land ihn einst als Flüchtling aufgenommen hatte. Der Terrorist handelte ideologisch betrachtet auf eigene Faust. Für ihn stand fest: Seine Wahlheimat hatte wegen des Afghanistaneinsatzes und eines Mohammed-Karikaturisten einen blutigen Anschlag »verdient«. Somit spricht einiges dafür, dass Abdulwahab in die Kategorie »hausgemachter Terrorismus« gehört – vielleicht die gefährlichste Form des »Heiligen Krieges«. Weil die Täter als unauffälliger Teil der Gesellschaft mitten unter uns leben. Scheinbar Menschen wie du und ich, in Wirklichkeit aber Bomben, die jederzeit Leid und Verderben bringen können. Das macht sie, die den Tod schätzen, so gefährlich. Und uns, die wir das Leben lieben, ziemlich hilflos.

Brüssel

Überwachungsbehörde nimmt Europapartei der AfD ins Visier

Verstößt die Europapartei, zu der auch die »Alternative« gehört, gegen Grundwerte der EU? Die zuständige Behörde sieht Hinweise auf problematisches Vorgehen in Mitgliedsparteien. Kommt ein Verfahren?

von Valeria Nickel  29.05.2026

Beirut

Entwaffnung der Hisbollah - ein unmögliches Unterfangen?

Seit mehr als zwei Jahren attackiert die Hisbollah Israel. Die Regierung in Jerusalem will eine Entwaffnung der Terrororganisation. Doch geht das?

 29.05.2026

Hintergrund

Israel über Guterres: »Sind mit diesem Generalsekretär fertig«

Die Beziehungen zwischen Israel und dem bald aus dem Amt scheidenden UN-Generalsekretär António Guterres sind auf einem neuerlichen Tiefpunkt. Dabei hatte alles ganz anders begonnen

von Michael Thaidigsmann  29.05.2026

Kiel

Mehr als 400 antisemitische Vorfälle im Norden gemeldet

»Die massiven Konsequenzen (...) sind Ausdruck eines wachsend gesamtgesellschaftlich antisemitischen Grundrauschens, das wir seit 2023 beobachten müssen«, so die Dokumentationsstelle Antisemitismus

 29.05.2026

New York

Streit um Bericht zu sexueller Gewalt: WJC kritisiert UN scharf

Narrative, die Israel pauschal delegitimierten, seien problematisch, so der Jüdische Weltkongress. Die ursprünglichen Gründungsideale der Vereinten Nationen müssten wieder in den Mittelpunkt rücken

 29.05.2026

Interview

»Ohne den Mossad wäre ich vermutlich schon unter der Erde«

Das iranische Regime wollte Volker Beck ermorden lassen. Im Gespräch erzählt der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, wie der Anschlagsplan sein Leben verändert hat und was sich seiner Meinung nach nun ändern muss

von Leon Stork  29.05.2026

Berlin

Gutachten zweifelt an Vorstoß gegen Leugnung des Existenzrechts Israels

Hessen will über den Bundesrat erreichen, dass die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe gestellt wird. Ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag erhebt Bedenken

 29.05.2026

Colorado Springs

JD Vance: USA und Iran kurz vor Einigung

Es sei noch zu früh, um zu sagen, »wann oder ob« die USA und der Iran die Verhandlungen erfolgreich abschließen könnten, sagt der Vizepräsident

 29.05.2026

Toronto

Vermisste 14-Jährige Esther wohlbehalten aufgefunden

Das jüdische Mädchen ist wieder bei seiner Familie. Die Jugendliche wurde in einem Wohnhaus entdeckt

 29.05.2026