Ehrung

Tennis Borussia Berlin und »Omas gegen Rechts« erhalten Paul-Spiegel-Preis des Zentralrats

Fans von TeBe Berlin engagieren sich gegen Antisemitismus, Homophobie und Rassismus (Archiv) Foto: imago sportfotodienst

Der Zentralrat der Juden in Deutschland ehrt zwei Vereine mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage. In diesem Jahr erhält der Fußballverein Tennis Borussia Berlin für sein Engagement gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus die Auszeichnung, wie der Zentralrat am Freitag mitteilte.

Die bundesweite Initiative »Omas gegen Rechts« wurde bereits 2020 ausgezeichnet, wegen der Corona-Pandemie konnte jedoch keine Preisverleihung stattfinden. Beide Preisträger werden nun am 3. Juli in Berlin ausgezeichnet.

Laut Begründung der Jury erhält Tennis Borussia Berlin den Preis für sein »lange währendes, außergewöhnlich großes Engagement gegen Homophobie, Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus«. 2021 erreichte der Verein durch seinen Einsatz für den Fonds »Cura« für Opfer rechter Gewalt eine Änderung der Spielordnung des Nordostdeutschen Fußballverbands. Seitdem ist Trikotwerbung gestattet, die diskriminierenden oder verfassungsfeindlichen Bestrebungen entgegenwirkt.

Die zivilgesellschaftliche und überparteiliche Initiative »Omas gegen Rechts« wurde 2018 in Deutschland gegründet, nach dem Vorbild einer gleichnamigen österreichischen Initiative. Sie besteht aus rund 100 Regionalgruppen und beteiligt sich an Demonstrationen gegen Antisemitismus und Rassismus und für Toleranz und Menschenwürde. In jüngster Zeit haben sich die »Omas gegen Rechts« stark gegen die verschwörungsideologische Szene engagiert.

Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage wird seit 2009 vom Zentralrat der Juden in Deutschland in Erinnerung an seinen früheren und 2006 verstorbenen Präsidenten Paul Spiegel und dessen Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie für eine starke Bürgergesellschaft vergeben. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. kna

Hannover

Anklage gegen Niedersachsens AfD-Chef erhoben

Ihm werden Verstöße gegen das Parteiengesetz vorgeworfen, wie die Behörde mitteilte

 21.10.2026

Jerusalem

Schicksalswahl in Israel: Es geht um mehr als Netanjahu

Kann der heutige Ministerpräsident trotz des Versagens vom 7. Oktober und dreier harter Kriegsjahre seine Macht behaupten? Oder gelingt es der liberaleren Opposition, ihn nach Jahren an der Regierungsspitze abzulösen?

von Sara Lemel  21.10.2026

Israel

Eizenkot liegt vor Netanjahu, doch Mehrheit bleibt außer Reichweite

In dieser Situation könnten besonders die kleineren Parteien und die arabischen Listen entscheidenden Einfluss auf die Regierungsbildung gewinnen

 21.10.2026

Paris

Antisemitische Verschwörungsmythen machen Juden für Ausschreitungen verantwortlich

Die NGO Combat Antisemitism Movement untersuchte Hunderte Beiträge auf der Plattform X. Das Ergebnis ist alarmierend, aber nicht überraschend

 21.10.2026

Mirjam Zadoff

Leiterin verlässt NS-Dokuzentrum München

Die Innsbruckerin geht zum 1. März 2027 ans Haus der Geschichte Österreich in Wien

 21.10.2026

Washington D.C./Jerusalem

Trump soll Netanjahu von neuem Großangriff auf Iran abgehalten haben

Die geplante Offensive sollte umfangreicher ausfallen als der gemeinsame israelisch-amerikanische Militäreinsatz im Februar

 21.10.2026

Berlin

Demonstranten kleben sich vor Rüstungsunternehmen fest

Die Aktivisten wollen damit gegen Waffenlieferungen nach Israel protestieren

 21.10.2026

Berlin/Augsburg

Volker Beck: Agieren von Grünen und SPD »unverständlich«

»Bei der Berliner Linken hat keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Judenhass und Antizionismus in den eigenen Reihen stattgefunden«, sagt der DIG-Präsident

 21.10.2026

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 20.10.2026