Paul-Spiegel-Preis

Vorbildliches Engagement

»Omas gegen rechts« bei einer Demonstration gegen Rassismus und Rechtspopulismus in Bremen am 25. Mai 2019 Foto: dpa

Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage geht in diesem Jahr an die bundesweite Initiative »Omas gegen rechts«. Damit werden das Engagement älterer Menschen für Demokratie und Menschenrechte sowie der Mut der Aktivistinnen und Aktivisten gewürdigt, teilte der Zentralrat der Juden in Deutschland am Mittwoch in Berlin mit.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wegen der Corona-Pandemie ist die Verleihung des mit 5000 Euro dotierten Preises allerdings erst für Frühsommer 2021 geplant.

LEBENSERFAHRUNG »Die ›Omas gegen rechts‹ bringen ihre Lebenserfahrung und ihre Zeit ein, um sich für unsere Demokratie zu engagieren. Sie setzen laut und deutlich ein Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus und Rassismus sowie gegen Frauenfeindlichkeit«, erklärte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster.

»Ihr Engagement ist vorbildlich und sollte in unserem Land stärker gewürdigt werden als bislang.«

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

Leider seien sie regelmäßig Anfeindungen ausgesetzt, ließen sich dadurch jedoch nicht einschüchtern, sagte Schuster. »Ihr Engagement ist vorbildlich und sollte in unserem Land stärker gewürdigt werden als bislang.«

ENGAGEMENT Durch die Corona-Pandemie sei die politische Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen sehr erschwert. »Umso wichtiger ist es für unsere Demokratie, dass die Zivilgesellschaft andere Wege wie etwa über die Social Media nutzt, um unsere politische Kultur in dieser Krise zu pflegen. Genau jetzt brauchen wir solches Engagement wie das der ›Omas gegen rechts‹ «, betonte der Zentralratspräsident.

Auslöser für die Gründung der Initiative waren der wachsende Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Die Initiative wurde nach eigenen Angaben 2018 in Deutschland nach dem Vorbild einer gleichnamigen österreichischen Initiative gegründet. Sie besteht aus rund 100 Regionalgruppen und beteiligt sich an Demonstrationen gegen Antisemitismus und Rassismus sowie für Toleranz und Menschenwürde.

Auslöser für die Gründung seien wachsender Rechtspopulismus und Rechtsextremismus gewesen.

ZIVILCOURAGE Der Zentralrat vergibt den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage seit 2009 in Erinnerung an seinen früheren Präsidenten Paul Spiegel und dessen Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie für eine starke Bürgergesellschaft.

2018 erhielt der evangelische Pastor Wilfried Manneke aus Unterlüß in Niedersachsendie die Auszeichnung. ja

Extremismus

Nach antisemitischen Demonstrationen: Ex-BND-Chef für Ausweisungen

Gerhard Schindler: »Wir müssen auch diejenigen, die unsere Gastfreundschaft hier missbrauchen, außer Landes bringen«

 16.05.2021

Berlin

Antisemitische Demo: 93 Verletzte, 59 Festnahmen, 150 Anzeigen

Festnahmen gab es unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, tätlicher Angriffe auf Vollstreckungsbeamte sowie Gefangenenbefreiung

 16.05.2021

Deutschland

Antisemitische Proteste: Unionspolitiker will Zuwanderung begrenzen

Sprecher der Unionsfraktion: »Die Zuwanderung muss ein Maß behalten, das Integration noch ermöglicht«

 16.05.2021

Staatsräson

»Muslime hierzulande müssen Existenzrecht Israels akzeptieren«

Die CDU-Politikerin Serap Güler geht mit der jüngeren Generation von Einwandererfamilien hart ins Gericht

 16.05.2021

Berlin

»Erinnerung an dunkelste Zeiten Deutschlands«

Zentralratspräsident Schuster fordert konsequentes Vorgehen gegen blanken Judenhass bei israelfeindlichen Demos

 16.05.2021 Aktualisiert

Meinung

Die Schande von Berlin

Die israelfeindlichen und antisemitischen Proteste sind für die jüdische Gemeinschaft ein Schlag ins Gesicht

von Philipp Peyman Engel  15.05.2021

Berlin

Vertreter aus Politik und Kirchen bei Synagogengottesdiensten

Bundesjustizministerin Lambrecht: »Der Terror gegen Israel ist ein Verbrechen«

 14.05.2021

Berlin

»Wir stehen an der Seite Israels«

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zu Flaggen, Protesten und Solidarität mit dem jüdischen Staat

von David Kauschke  14.05.2021

Antisemitismus

Antisemitische Demo in Gelsenkirchen: Zwei Verdächtige ermittelt

Polizei ist zuversichtlich, weitere Tatverdächtige zu identifizieren

 14.05.2021