Halle

Tatverdächtiger ermittelt

Schild am Gebäude der Synagoge in Halle Foto: dpa

Im Zusammenhang mit zwei Hakenkreuzen vor einem Gebäude der Jüdischen Gemeinde in Halle ist ein 64-jähriger Tatverdächtiger ermittelt worden.

Wie die Polizeiinspektion Halle am Samstag mitteilte, war der Mann aufgrund einer Videoaufnahme von Polizisten auf der Straße wieder erkannt und am Freitagabend vernommen worden. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauern an.

ERMITTLUNGEN Am 31. Mai und am 2. Juni waren vor dem jüdischen Gemeindezentrum jeweils ein aus einem Papiertaschentuch gefertigtes Hakenkreuz abgelegt worden. In dem Zusammenhang wurden auch Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt eingeleitet. Er soll am 2. Juni das Hakenkreuz entfernt und nicht gemeldet haben. Der Polizist wurde zunächst in eine andere Dienststelle der Behörde versetzt.

Die zweite jüdische Gemeinde in der Stadt, die Synagogengemeinde in Halle, hatte in den vergangenen Tagen einen Hassbrief mit beleidigendem und volksverhetzendem Inhalt erhalten.

Angesichts der jüngsten antisemitischen Vorfälle hatte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag zu mehr Wachsamkeit und Zivilcourage gegen Antisemitismus aufgerufen. Halle steht besonders im Fokus der Aufmerksamkeit. Die Synagoge im Paulusviertel war am 9. Oktober 2019 Ziel eines antisemitischen Anschlags mit zwei Toten. epd

Berlin

Demonstranten kleben sich vor Rüstungsunternehmen fest

Die Aktivisten wollen damit gegen Waffenlieferungen nach Israel protestieren

 21.10.2026

Berlin/Augsburg

Volker Beck: Agieren von Grünen und SPD »unverständlich«

»Bei der Berliner Linken hat keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Judenhass und Antizionismus in den eigenen Reihen stattgefunden«, sagt der DIG-Präsident

 21.10.2026

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 20.10.2026

Reaktionen

Ein Hausmeister für die Mullahs

Die Bundesregierung habe zu lasch auf die iranischen Mordkomplotte in Deutschland reagiert, finden jüdische und pro-israelische Organisationen. Sie fordern tiefgreifende Konsequenzen

von Stefan Laurin  20.10.2026

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 21.10.2026 Aktualisiert

Vereinte Nationen

Wer finanziert die Arbeit der UN-Berichterstatter?

Die Genfer NGO UN Watch hat einen Bericht vorgelegt, der die Zuwendungen an rund 140 unabhängige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen unter die Lupe nimmt. Auf Platz 3 der Liste: Francesca Albanese

von Michael Thaidigsmann  20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Washington D.C.

Vance gibt keine Wahlempfehlung für Netanjahu ab

Im Gegensatz zu seinem Chef Donald Trump sieht der amerikanische Vizepräsident von einer Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten ab. Warum?

 20.10.2026

Nach Spionage-Urteil

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Dem Diplomaten solle der starke Protest des Iran übermittelt werden, heißt es. Kurz zuvor hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt

 20.10.2026