Hagen

Tatverdächtiger bleibt wegen Anschlagsplänen auf Synagoge in Haft

Foto: imago

Im Fall der mutmaßlichen Anschlagspläne auf die Synagoge in Hagen bleibt der 16-jährige Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat bleibe bestehen, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwalt am Donnerstag.

Nach der Erörterung der Sach- und Rechtslage vor einem Haftrichter habe der Verteidiger seinen ursprünglich gestellten Antrag auf Haftprüfung zurückgenommen, hieß es zur Begründung.

Der junge Syrer soll einen Anschlag auf die Synagoge in Hagen geplant haben. Er war Mitte September festgenommen worden und in Untersuchungshaft gekommen, nachdem die Polizei am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zu einem Großeinsatz zur Synagoge ausgerückt war, um sie zu bewachen. Die Behörden waren von einer islamistisch motivierten Bedrohungslage ausgegangen. Eine Bombe oder Bombenteile waren nicht gefunden worden. Der 16-Jährige bestreitet die Anschlagsabsichten.

Der entscheidende Grund für seine Festsetzung soll früheren Angaben der Sicherheitsbehörden zufolge der Chat-Verlauf mit einem mutmaßlichen IS-Terroristen über den Messenger-Dienst Telegram gewesen sein. Der IS-Mann habe den jungen Syrer kontaktiert und instruiert.

Den Hinweis darauf soll wiederum ein ausländischer Geheimdienst gegeben haben. Bei Durchsuchungen bei dem 16-Jährigen hatten die Ermittler zudem islamistisches Propagandamaterial entdeckt. dpa

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Berlin

Abbruch nach Antisemitismus bei Makkabi-Spiel

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung

 20.04.2026

Washington D.C.

Iran-Krieg: Trump ringt hinter den Kulissen mit Zweifeln und Sorgen

Angst um die Wirtschaft und die Befürchtung, ihn könnte das politische Schicksal von Jimmy Carter ereilen, beeinflussen den Präsidenten

 20.04.2026

London

Festnahmen nach neuem Brandanschlag auf Synagoge in London

Binnen weniger Wochen werden mehrere jüdische Einrichtungen in London zum Ziel von Brandanschlägen. Handeln die Täter im Auftrag Irans gegen Geld?

 20.04.2026

Teheran

Bericht: Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA ab

Am Mittwoch läuft die Waffenruhe im Iran-Krieg aus. US-Präsident Trump nennt einen neuen Verhandlungstermin. Aber das Teheraner Regime sieht keine »Perspektive für seriöse Verhandlungen«

 20.04.2026

Berlin

Deutsche Marine bereitet Einsatz in Straße von Hormus vor

Noch ist ein dauerhafter Waffenstillstand am Golf nicht absehbar. Doch Deutschlands Marine bereitet sich bereits auf den Tag X vor. Es geht um das Räumen von Minen in der Straße von Hormus

 20.04.2026

London

Antisemitismus-Vorwürfe: Britische Grüne suspendieren jüdischen Anti-Zionisten

Tony Greenstein stellte die Verbrechen der Hamas infrage und äußerte sich zugunsten der Terrororganisation. Es ist nicht sein erster Parteiausschluss

 20.04.2026

Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Der Antisemitismus-Beauftragte Klein kritisiert einen geplanten Auftritt der palästinenisch-stämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi im Juli in Hamburg

 19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026