Debatte

Streit um Sinti-und-Roma-Dokumentationszentrum in Heidelberg

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma Foto: picture alliance / epd-bild

Der Streit um den geplanten Neubau des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg geht weiter. Der Zentralrat sagte am Montag seine Teilnahme an einer Podiumsdebatte über das Projekt ab. Dazu hatte eine Bürgerinitiative für Donnerstag eingeladen. Die Gruppe kritisiert den Neubau als überdimensioniert.

Der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, warf der Bürgerinitiative vor, den gesamten Neubau verhindern zu wollen. »Diese unwürdige, öffentliche Diskussion beschädigt auch das Ansehen der Stadt Heidelberg. Zu dem, was unsere Stadt an Schönheit verkörpert, gehört auch ihre Vielfalt, und das Dokumentationszentrum ist Teil der Altstadt und ihrer kulturellen Identität.«

Die Anwohner-Kritik an dem geplanten Neubau verbindet sich mit grundsätzlichen Bedenken, beispielsweise vonseiten der in Konkurrenz zum Zentralrat auftretenden Bundesvereinigung der Sinti und Roma. Vertreter dieser Gruppe haben zuletzt vorgeschlagen, statt dem Bau des Heidelberger Zentrums, in Berlin ein Museum zu Geschichte und Kultur der Sinti und Roma zu schaffen.

Inzwischen steht auch die Finanzierung des Heidelberger Projekts infrage. Ursprünglich sollten je 25 Millionen Euro vom Bund und vom Land Baden-Württemberg kommen. Voraussetzung für die Finanzierung ist aber, dass sich die verschiedenen Vertretergruppen der Sinti und Roma auf ein gemeinsames Konzept einigen.

Nahost

Staatschefs zum »Gaza-Friedensrat« eingeladen

Der »Friedensrat« ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza

 17.01.2026

Gespräch

»Ich fühle mich alleingelassen«

Sonja Bohl-Dencker über die Ermordung ihrer Tochter durch die Hamas, den Umgang Deutschlands mit dem 7. Oktober und ihren Wunsch, dass Carolin nicht vergessen wird

von Mirko Freitag  16.01.2026

Nahost

IDF reagieren auf Angriffe mit Gegenschlägen in Gaza

Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad wurden nach den Angriffen ins Visier genommen

 16.01.2026

New York

AJC: Demonstranten im Iran nicht im Stich lassen

Die internationale Gemeinschaft trage die Verantwortung, »in Solidarität mit dem iranischen Volk zu handeln«, so die jüdische Organisation

 16.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit Terror-Unterstützerin

Das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender und die WerteInitiative schließen sich der Forderung der CDU in NRW an

 16.01.2026

Moskau/Jerusalem

Putin spricht mit Netanjahu: Vermittlung zu Iran?

Russland will mitmischen: In Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Israels und dem iranischen Präsidenten bietet sich Putin als Vermittler an. Was steckt hinter dem diplomatischen Vorstoß?

 16.01.2026

Berlin

Bündnis fordert von Bundesregierung: Protestierer im Iran unterstützen, Regime isolieren

Zu den Unterzeichnern einer entsprechenden Petition gehören auch Prominente wie die Schauspielerin Uschi Glas

von Imanuel Marcus  16.01.2026

Gastbeitrag

Wie Europas Parlamentarier über Israel denken

Der Blick europäischer Politiker auf Israel hat sich gewandelt, wie die jüngste ELNET-Befragung von europäischen Politikern zeigt

von Carsten Ovens  16.01.2026

Tel Aviv

Israelische Experten rechnen mit neuer Protestwelle im Iran

Tausende Tote, brutale Repression – doch israelische Experten sehen den Protestgeist im Iran nicht als gebrochen. Droht der Führung in Teheran ein neuer Schub zivilen Ungehorsams?

 16.01.2026