Debatte

Streit um Sinti-und-Roma-Dokumentationszentrum in Heidelberg

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma Foto: picture alliance / epd-bild

Der Streit um den geplanten Neubau des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg geht weiter. Der Zentralrat sagte am Montag seine Teilnahme an einer Podiumsdebatte über das Projekt ab. Dazu hatte eine Bürgerinitiative für Donnerstag eingeladen. Die Gruppe kritisiert den Neubau als überdimensioniert.

Der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, warf der Bürgerinitiative vor, den gesamten Neubau verhindern zu wollen. »Diese unwürdige, öffentliche Diskussion beschädigt auch das Ansehen der Stadt Heidelberg. Zu dem, was unsere Stadt an Schönheit verkörpert, gehört auch ihre Vielfalt, und das Dokumentationszentrum ist Teil der Altstadt und ihrer kulturellen Identität.«

Die Anwohner-Kritik an dem geplanten Neubau verbindet sich mit grundsätzlichen Bedenken, beispielsweise vonseiten der in Konkurrenz zum Zentralrat auftretenden Bundesvereinigung der Sinti und Roma. Vertreter dieser Gruppe haben zuletzt vorgeschlagen, statt dem Bau des Heidelberger Zentrums, in Berlin ein Museum zu Geschichte und Kultur der Sinti und Roma zu schaffen.

Inzwischen steht auch die Finanzierung des Heidelberger Projekts infrage. Ursprünglich sollten je 25 Millionen Euro vom Bund und vom Land Baden-Württemberg kommen. Voraussetzung für die Finanzierung ist aber, dass sich die verschiedenen Vertretergruppen der Sinti und Roma auf ein gemeinsames Konzept einigen.

Israel

Kushner wirbt bei Netanjahu für Gaza-Friedensplan

Trumps Schwiegersohn auf schwieriger Mission: Jared Kushner will einen Kompromiss ausloten, obwohl zwischen Israel und der Hamas bei den Verhandlungen über Gazas Zukunft noch eine tiefe Kluft liegt

 17.08.2026

Studie

AfD nutzt Anfragen zur Stimmungsmache

Kleine Anfragen sind ein Mittel, mit dem besonders Oppositionsparteien Regierungshandeln hinterfragen können. Eine Untersuchung zeigt, dass die AfD dabei eher auf Skandalisierung setzt

 17.08.2026

New York

UN ehrte offenbar getöteten Hamas-Kommandeur

Die Monitoringorganisation »UN Watch« übt heftige Kritik am UN-Generalsekretär António Guterres und an der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock

 17.08.2026

New York

Mann schlägt 63-jährige Synagogenbesucherin

Ein 46-jähriger drang am Freitag während des Schabbat-Gottesdienstes in eine Manhattaner Synagoge ein und randalierte dort

 17.08.2026

Nahost

US-Rahmenabkommen mit Iran läuft aus: Was hat es gebracht?

Die Vereinbarung mit dem Iran sollte den Krieg zu einem Ende bringen. Das Mitte Juni auf 60 Tage angelegte Abkommen hielt jedoch nicht lange. Hat US-Präsident Trump damit überhaupt etwas erreicht?

von Jürgen Bätz  17.08.2026

Extremismus

Wagenknecht an Höcke: »Warum reden wir nicht mal?«

Seit Tagen liefern sich die BSW-Gründerin und der thüringische AfD-Chef ein Fernduell mit Vorschlägen und Provokationen. Jetzt legt Sahra Wagenknecht nach

 17.08.2026

Terror

Iran bereitet sich auf Ausweitung des Krieges vor

Das Mullah-Regime soll während der 60-tägigen Frist eines mit Washington vereinbarten Memorandums für den Fall eines erneuten militärischen Konflikts vorgesorgt haben

 17.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Kairo

Jared Kushner führt Gespräche über Gaza in Ägypten

Der Schwiegersohn von US-Präsident Trump will in Ägypten Fortschritte im seit langem festgefahrenen Friedensplan für den Gazastreifen erzielen

 16.08.2026