Videobotschaft

Steinmeier würdigt Beziehung zwischen Israel und Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht im Moment Kanada. Foto: picture alliance/dpa

Zum 75. Jahrestag der Gründung des Staates Israel hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Beziehungen zu Deutschland gewürdigt. »Wir sind zutiefst dankbar für die Versöhnung, die uns Israel geschenkt hat«, sagte das Staatsoberhaupt am Dienstag in einer Videobotschaft.

»Nur weil sie uns gewährt wurde, konnte Deutschland seinen Platz in der internationalen Gemeinschaft finden und zwischen unseren beiden Völkern eine tiefe Freundschaft wachsen - und sie wächst weiter.«

Für Deutschland sei die Verantwortung für Israel in der Geschichte begründet, betonte Steinmeier. »Und sie bleibt uns Deutschen in unseren Köpfen und Herzen eingeschrieben.«

Bewunderung Der Bundespräsident würdigte die Entwicklung des Landes: »Voller Bewunderung schauen wir Deutsche auf den Weg und die Blüte Israels durch die Jahrzehnte.«

Mit »aller Kraft unserer Freundschaft« solle auch Israels Weg in die Zukunft begleitet werden: »in Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit, in ’sozialer und politischer Gleichberechtigung‘, wie es die Unabhängigkeitserklärung vor 75 Jahren allen Bürgern versprach. Für unsere Freundschaft müssen wir beides tun: die Erinnerung bewahren und die Zukunft bewegen.«

Mit der Unabhängigkeitserklärung von 1948 hätten Jüdinnen und Juden außerhalb Israels mehr als eine »geographische Heimat« erhalten. »Sie bekamen eine innere Heimat. Sie bekamen ein Versprechen auf eine bessere Zukunft - in Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit und Frieden.«

Am Dienstagabend begannen die Feiern zum 75. Unabhängigkeitstag in Israel. Wie jedes Jahr wurde am Vortag der gefallenen Soldaten und Terroropfer gedacht. Der Unabhängigkeitstag fällt nach dem jüdischen Kalender auf den 5. Tag des Monats Ijjar, in diesem Jahr der 26. April.

Er erinnert an die Verlesung der Unabhängigkeitserklärung durch den späteren ersten Ministerpräsidenten David Ben-Gurion am 14. Mai 1948 in Tel Aviv, nach jüdischem Kalender dem 5. Ijjar 5708. kna

Essay

Die Demokratie gegen ihre Abschaffung verteidigen

Warum die AfD als Partei verboten werden müsste – und weshalb das eben nicht undemokratisch ist

von Stephan Lehnstaedt  02.10.2026

Delft/Niederlande

Publikum beschimpft Angehörige eines Hamas-Opfers bei »NAZA«-Vorführung

Sabine Tassa, deren Ehemann und Sohn am 7. Oktober 2023 ermordet wurden, kritisiert die Doku. Das Publikum will nichts davon hören

 02.10.2026

Eisenach/Karlsruhe/Unna/Hagen

Mutmaßliches IS-Mitglied in Thüringen festgenommen

Der Verdächtige soll laut Bundesanwaltschaft für den IS als bewaffneter Militärpolizist tätig gewesen sein. Auch bei drei anderen Männern besteht der Verdacht auf Nähe zu der Terrororganisation

 02.10.2026

Gespräch

Jüdische Stimme am Vatikan

Viktor Eichner vom Jüdischen Weltkongresses hat ein großes Ziel: sich für die jüdische Gemeinschaft einzusetzen – vor allem beim Heiligen Stuhl

von Sabine Kleyboldt  02.10.2026

Genf

Sharabi fordert UN-Menschenrechtsrat zur Anerkennung von Geiselmisshandlungen als Folter auf

»Mein Name ist Eli Sharabi. Ich bin ein Überlebender von Folter«, so der ehemalige Verschleppte vor dem Gremium

 02.10.2026

Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

 02.10.2026

Sacramento

Kalifornien führt »jüdisch« als ethnische Kategorie ein

Gouverneur Gavin Newsom unterschrieb mehrere Gesetze, die für Juden in dem Bundesstaat relevant sind

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Düsseldorf

»Sei ein Mensch«: Gedenkort für verfolgte Abgeordnete im NRW-Landtag

Entlassen, drangsaliert, gefoltert: Viele frühere Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags wurden in der NS-Diktatur verfolgt. Ein neuer Gedenkort im Parlamentsgebäude erinnert an sie

von Ingo Lehnick  02.10.2026