Berlin

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Lahav Shapiras Angreifer

Lahav Shapira Foto: picture alliance / SZ Photo

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 23-jährigen Mann erhoben, der am 2. Februar 2024 den Studenten Lahav Shapira angegriffen und schwer verletzt haben soll. In einer Pressemitteilung wurden keine Namen erwähnt, der Zusammenhang ist jedoch klar.

Die Tat wird in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft als »mutmaßlich antisemitische Attacke« bezeichnet und der Vorwurf lautet auf gefährliche Körperverletzung. Die Anklage wurde beim Amtsgericht Tiergarten eingereicht.

»Am 2. Februar 2024 soll der Angeschuldigte den Geschädigten, den er aus universitärem Kontext kennt, in einer Bar angetroffen haben«, so die Staatsanwaltschaft. »Der Angeschuldigte soll dem Geschädigten sodann aus der Bar gefolgt sein, um den Geschädigten auf eine frühere Auseinandersetzung an der Universität im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt zur Rede zur stellen.«

Lesen Sie auch

Die Ankläger erklärten, »das politische Engagement des jüdischen Geschädigten im Zusammenhang mit dem Angriff der Hamas auf die israelische Bevölkerung« sei für den körperlichen Angriff ausschlaggebend gewesen. Der Beschuldigte schlug Shapira demnach »unvermittelt mit der Faust ins Gesicht«. Das Opfer verlor das Gleichgewicht.

Als Shapira versuchte, aufzustehen, trat ihn der »kampfsporterfahrene« Angreifer laut Mitteilung ins Gesicht. Die Folge: Lahav Shapira erlitt »eine komplexe Mittelgesichtsfraktur und eine Hirnblutung«. Er verbrachte vier Tage im Krankenhaus.

Verhandlungstermine wurden noch nicht mitgeteilt. im

Iran-Krieg

Länder starten Evakuierungsflüge

Zehntausende Ausländer halten sich im Nahen Osten auf. Der Konflikt spitzt sich dort zu. Spanien, Großbritannien und Polen reagieren auf die angespannte Sicherheitslage mit Rückholaktionen

 03.03.2026

Bundestag

AfD-Fraktion wirft Jan Wenzel Schmidt raus

Die Debatte über Vetternwirtschaft in der AfD hat erste ernste personelle Konsequenzen: Die Bundestagsfraktion hat den Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt ausgeschlossen

 03.03.2026

Skopje

NATO-Chef Rutte befürwortet Angriffe auf Iran

Mark Rutte ist deutlich: Der Iran als »Exporteur von Chaos« bedroht laut ihm nicht nur Israel. Auch zur Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hat er eine klare Meinung

 03.03.2026

Nahost

Mehrere Verletzte bei neuen Raketenangriffen auf Israel

Wegen iranischer Raketen müssen zahlreiche Menschen in Israel erneut Schutz suchen. Durch herabgefallene Raketen- und Trümmerteile gibt es Schäden - und Verletzte

 03.03.2026

Berlin

CSU-Landesgruppenchef: »Alles besser als dieses Regime«

Gegen den israelisch-amerikanischen Iran-Krieg werden auch viele Einwände wegen einer fehlenden völkerrechtlichen Grundlage laut. Von der CSU kommt Widerspruch

 03.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Israel greift Gremium zur Wahl von Chamenei-Nachfolger an

In dem angegriffenen Gebäude in der Stadt Qom sollen sich ranghohe Geistliche zur Beratung versammelt haben. Unklar ist bisher, wer genau vor Ort war

 03.03.2026

Ehrung

Bundesfamilienministerin Prien erhält Israel-Jacobson-Preis

Der Israel-Jacobson-Preis zeichnet alle zwei Jahre Menschen aus, die sich besonders um die Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland verdient machen. Jetzt wird Bundesfamilienministerin Karin Prien damit ausgezeichnet

 03.03.2026

Nahost

Iran-Krieg: Wer greift wo an und warum?

Raketenalarm, Explosionen, Brände, abgestürzte Militärjets: Seit Beginn des Krieges gegen den Iran überschlagen sich in vielen Ländern im Nahen Osten die Ereignisse. Ein Überblick

von Johannes Sadek, Arne Bänsch, Cindy Riechau  03.03.2026

Washington D.C.

Trump greift erneut früheres Iran-Atomabkommen scharf an

Der US-Präsident bezeichnet die Vereinbarung als »gefährlich« und verteidigt seinen Ausstieg. Das Abkommen habe Teheran einen »legitimen Weg« zur Bombe eröffnet, sagt er

 03.03.2026